Auf dem Wilhelm-Leuschner-Platz geht´s zur Sache

Leipzig – Die interaktive Ausstellung „Große Freiheit“ informiert auf spielerische Weise über den Spaß am Sex und Schutz vor sexuell übertragbaren Krankheiten. Unter dem Motto „liebe.lust.leben“ wird an über 50 interaktiven Stationen mit Tabuthemen gebrochen.

Kondome, Penisse und nackte Puppen – all das ist nicht Teil eines Sexshops sondern der mobilen Ausstellung „Große Freiheit“, die auf dem Wilhelm-Leuschner-Platz derzeit Station macht. Unter dem Motto „liebe.lust.leben.“ kommen die Besucher der Ausstellung durch interaktive Exponate mit den Themen Sex und Schutz vor sexuell übertragbaren Krankheiten in Berührung. Konzipiert wurde die Ausstellung von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.

„Wir bemühen uns das Thema sehr niederschwellig anzusprechen und über ein Thema aufzuklären, welches nicht sehr bekannt ist.“, informierte die Abteilungsleiterin für Kommunikationsmethoden und Neue Medien des BZgA Eveline Maslon. „Wir wissen, dass die Bevölkerung sehr gut über HIV und STI informiert ist, aber andere Infektionen weisen Lücken auf.“

Diese Lücken soll die Ausstellung schließen. Durch Geschichten fiktiver Menschen erleben die Besucher, wie mit solchen Krankheiten umgegangen wird. An interaktiven Stationen wie zum Beispiel der „Kondomschule“ oder einem Tonstudio für die Aufnahme eines eigenen STI-Musikvideos bricht die „Große Freiheit“ auf humorvolle Weise mit Tabus und möchte die Ausstellungsbesucher so für Themen öffnen, die ihnen im Alltag vielleicht unangenehm sind.

Auch lokale Beratungsstellen, wie beispielsweise der Arbeitskreis für Sexualpädagogik Leipzig unterstützt die „Große Freiheit“. Die Koordinatorin Carmen Kaethner-Schulz wünscht sich, dass es mehr Selbstverständnis für sexuelle Themen gäbe und mehr Mut diese auch anzusprechen. „Jugendliche sind da ganz gut geübt durch die Schule und kennen auch viele unserer Mitarbeiter ganz gut. Erwachsene hingegen würden wir gern noch ein bisschen mehr erreichen, da fehlt uns noch die gute Idee, wie wir sie erreichen können.“, so Kaethner-Schulz.

Neben dem Arbeitskreis für Sexualpädagogik Leipzig wird die „Große Freiheit“ auch von anderen lokalen Beratungsstellen unterstützt, wie beispielsweise der AIDS Hilfe Leipzig und dem Deutschen Roten Kreuz. Noch bis zum 20. Mai können die Leipziger die über 50 interaktiven Exponate der Ausstellung ausprobieren und die „Große Freiheit“ hautnah erleben.