Auf den Spuren des Granitdorfes

Bautzen- Anlässlich des Jahres der Industriekulturroute, hat es uns in die Gemeinde Demitz-Thumitz verschlagen. Das Dorf ist vor allem für seinen Gesteinsreichtum bekannt und wird daher auch das Granitdorf genannt.

Passend zum Namen gibt es in dem Ort eine Granitroute. Jörg Nadolny, Gästeführer in Demitz-Thumitz, kennt die Gemeinde wie seine Westentasche und führt regelmäßig Besucher durch den Ort. Für diejenigen die den historischen Ort auf eigene Faust erkunden möchten, gibt es mehrere Granitsäulen zur Orientierung. Auf dem circa einstündigen Rundweg kommen Besucher neben dem Schulplatz mit der „lebendigen Sonnenuhr“ auch an zwei nebeneinanderstehenden Kirchen vorbei. Bereits in den 1950er Jahren und natürlich aus Granit gebaut, verbergen die Mauern auch eine spannende Geschichte.

Wer sich auf die Spurensuche des Granitdorfs begibt, erlebt auch einen Spaziergang durch die wunderbare Natur in der Region. Ein Beispiel für die beeindruckende Gegend ist der tiefste Granitbruch Sachsens, welcher über die Jahre zu einem großen See angewachsen ist. Wie Gästeführer Jörg Nadolny weiß, wäre nur die Cheopspyramide dazu in der Lage den Bruch wieder verschwinden zu lassen. Ein weiteres Highlight auf der Granitroute ist das Eisenbahnviadukt, welches im Mitte des 19. Jahrhunderts aus Sandstein und natürlich Granit erbaut wurde.

Für alle Freunde von guten Fragespielen, hat die Granitroute noch etwas in Petto. Denn neben der tollen Landschaft und den vielen Sehenswürdigkeiten können Besucher zusätzlich ein Quiz absolvieren. Dadurch wird der beeindruckende Spaziergang ganz schnell zu einem Abenteuer für die ganze Familie.