Auf der Augustusbrücke geht’s allmählich in die heiße Phase

Dresden – Die Dresdner Augustusbrücke wird spätestens ab August endgültig zur Großbaustelle. Dann sollen die entscheidenden Arbeiten für die Sanierung der Elbquerung zwischen Goldenem Reiter und Dresdner Altstadt beginnen. Auf Altstädter Seite wird ein ganzer Brückenbogen abgebaut, um die Steine aufzuarbeiten.

Bis zum 4. August sollen nun Sandsteinbrüstungen, Gesimse und Maste der Beleuchtung auf der Oberstromseite weiter zurückgebaut werden. Außerdem werden Auffüllungen im Gehweg ausgehoben. Dabei kommen auch eine alte Gasleitung sowie Leitungen der Beleuchtung raus. An der Elbe sind Flächen mit Bauzäunen abgesperrt. Diese dienen als Zwischenlager für den Erdaushub und für den Aufbau von Schutz- und Traggerüsten unter den Brückenbögen.
Die Elbquerung ist seit Baubeginn am 18. April für den Autoverkehr gesperrt. Fußgänger Radfahrer und Straßenbahnen können die Brücke weiterhin passieren. In den vergangenen Wochen hatte ein Baustellenampel an der Brückenrampe für Unmut bei den Verkehrsteilnehmern gesorgt. Das Straßen- und Tiefbauamt hat nun auf Beschwerden reagiert und die Ampel Ende letzter Woche abgebaut.

Bis 2019 soll die Augustusbrücke von Grund auf erneuert werden. Die Hochwasser 2002 und 2013 haben deutliche Spuren hinterlassen. Ein großer Teil der Kosten kann so aus Fördermitteln finanziert werden. Insgesamt kostete die erste umfassende Sanierung seit 1910 rund 24 Millionen Euro.