Auf hohe Inzidenzen folgen harte Maßnahmen

Sachsen- Die Inzidenzen in den sächsischen Landkreisen steigen unaufhörlich. In einigen Teilen Sachsens liegt die 7-Tages-Inzidenz weit über 1.000. Um diesen hohen Zahlen zu begegnen, ist seit Montag eine neue sächsische Corona-Verordnung in Kraft getreten.

Die neue sächsische Corona-Verordnung regelte bereits Bereiche wie den ÖPNV, wonach jeder, der mit Bus, Bahn oder Zug unterwegs ist, einen 3G-Nachweis mit sich führen muss. Der Zutritt zur Gastronomie ist nur noch für Genese und Geimpfte gestattet. Kulturangebote wie Kinos und Theater fallen komplett weg. Auch für den Arbeitsplatz hat die neue Corona-Verordnung seit dem 24. November 2021 Auswirkungen. Doch dies scheint in der Theorie einfacher umsetzbar als in der Praxis. Am Morgen bildeten sich z. B. vor den Testzentren in Chemnitz lange Schlagen. Die seit Mittwoch geltenden Regelungen machen das Aufsuchen des Arbeitsplatzes komplizierter. Die Meinungen zu der 3G-Regelung am Arbeitsplatz gehen dabei weit auseinander.

Deren Umsetzung hat wohl in vielen Teilen des Freistaates für Verwirrung und auch für Ärger gesorgt. In Anbetracht der dramatischen Zahlen in Sachsen scheinen die harten Maßnahmen allerdings unausweichlich zu sein. Ministerpräsident Kretschmer betonte bei einem Presseauftritt noch ein Mal den Ernst der Lage und wies gleichzeitig darauf hin, dass die Bewältigung der Krise nur gelinge, wenn jeder Bürger seinen Teil dazu beiträgt.

Ohne Zweifel betrifft die seit Montag in Kraft getretene neue Corona-Schutzverordnung weite Teile des öffentlichen Lebens und bedeutet auch harte Einschnitte für die Bürgerinnen und Bürger des Freistaates. Bleibt zu hoffen, dass die gemeinsame Kraftanstrengung Früchte trägt und die Überlastung des Gesundheitswesens mit allen damit einhergehenden Konsequenzen zumindest in ein händelbares Maß gelenkt werden kann.