Aufbewahrungspflicht für DDR-Lohnunterlagen läuft zum Jahresende aus

Am 31. Dezember 2011 endet die Pflicht der Arbeitgeber zur Aufbewahrung von Lohnunterlagen aus DDR-Zeiten. Darauf wies Sachsens Sozialministerin Christine Clauß am Donnerstag in Dresden hin. +++

„Wer noch Lücken in seinem Versicherungsverlauf hat und nicht mehr über seinen Sozialversicherungsausweis der DDR verfügt, sollte sich möglichst rasch mit seinem Rentenversicherungsträger in Verbindung setzen. Ansonsten können Nachteile bei der Rentenberechnung drohen, weil die zu DDR-Zeiten erzielten Verdienste unter Umständen schwerer als bislang nachgewiesen werden können“, so Clauß.

Betroffen sein können Versicherte der Geburtsjahrgänge 1946 bis 1974. Die Deutsche Rentenversicherung Bund geht von rund 286.000 Versichertenkonten in den neuen Bundesländern aus, die noch nicht vollständig geklärt sind. Darüber hinaus haben ca. 87.000 Versicherte der Deutschen Rentenversicherung Mitteldeutschland, die in Sachsen, Sachsen-Anhalt oder Thüringen leben, ihre Konten noch nicht geklärt. Handlungsbedarf ergibt sich damit für ca. 10 Prozent der Versichertenjahrgänge 1946 bis 1974.