Aufklärung mehrerer Straftaten in Dresden durch Zivilcourage

Durch das couragierte Handeln eines 28-jährigen Dresdners konnte das Operative Abwehrzentrum Sachsen zwei Männer identifizieren, denen mehrere Straftaten zur Last gelegt werden. Einer der beiden soll einen lybischen Asylbewerber geschlagen haben. +++

Durch das couragierte Handeln eines 28-jährigen Dresdners konnte das Operative Abwehrzentrum Sachsen zwei Tatverdächtige identifizieren, denen mehrere Straftaten zur Last gelegt werden.

Zum Hintergrund: Am Freitag, den 20. Januar 2015 fuhren ein Vater (76) und seine Tochter (37) gegen 15:10 Uhr mit dem Auto zu einem ‚Netto‘ Markt in Dresden. Inmitten der Auffahrt zum Parkplatz standen drei unbekannte männliche Personen. Man bat um Durchlass, der ihnen jedoch zunächst nicht gewährt wurde. Nach der erneuten Bitte der Tochter konnten beide passieren, jedoch begann dann ein Wortgefecht, das zunehmend eskalierte.

Einer der unbekannten Täter zog dann plötzlich ein Messer, bückte sich und stieß es direkt in den Reifen des Autos. Während dieser Tat skandierte ein anderer „Heil Hitler“. Alsdann ließen die drei Täter ab und wollten sich entfernen. Herr D., der in unmittelbarer Nähe stand, bemerkte dies, begab sich direkt zu den Tätern und stellte sie zur Rede. Unvermittelt schlug man in sein Gesicht und trat mit dem Fuß nach ihm, so dass er verletzt und seine Brille beschädigt wurde.

Das Operative Abwehrzentrum übernahm die Ermittlungen.

Nur fünf Tage später schlug der Haupttäter gemeinsam mit drei anderen bisher unbekannten Tätern in Dresden einen libyschen Asylbewerber (22) und skandierte ausländerfeindliche und verfassungswidrige Parolen. Auch hier übernahm das Ooerative Abwehrzentrum die Untersuchungen und konnte dank der vorliegenden Beschreibung den Täter ermitteln.

Die Staatsanwaltschaft Dresden hat einen Haftbefehl beantragt, den das Amtsgericht Dresden zwischenzeitlich erlassen hat.

Der Hauptbeschuldigte muss sich nun wegen gefährlicher Körperverletzung, Körperverletzung, Sachbeschädigung und dem Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen verantworten.

Quelle: Polizeidirektion Dresden