Aufzug an der Brühlschen Terrasse entsteht

Dresden - Ende 2018 soll die Terrasse entlang der weltberühmten Dresdner Stadtsilhouette barrierefrei zugänglich sein. Seit Ende 2017 laufen dafür die Bauarbeiten am Ständehaus. Inzwischen sind Erd-, Beton- und Mauerarbeiten voran geschritten.

Durch den neuen Aufzug wird sich das Erscheinungsbild der Brühlschen Terrasse kaum verändern. Er entsteht am Ständehaus und ermöglicht so den Zugang vom Schlossplatz aus.
Seit 2013 hat sich die SPD-Fraktion im Dresdner Stadtrat für den Bau eines behindertengerechten Aufzuges stark gemacht. "Im August 2013 wurde ich vom Kunstmaler Marc Rosenkranz, er steht bei schönem Wetter auf der Brühlschen Terrasse nahe der Freitreppe zum Schloßplatz, auf das Problem für gehbehinderte Bürger beim Übergang Schloßplatz zur Brühlschen Terrasse aufmerksam gemacht. Im Juli 2014 übergab ich mit Axel Bergmann und Michael Ton eine Petition mit 580 Unterschriften an den Landtagspräsidenten Dr. Matthias Rößler mit der Forderung nach einem behindertengerechten Aufzug zwischen Schloßplatz und Brühlscher Terrasse", erklärt Dietrich Ewers, Ortsbeirat sowie langjähriger Leiter des Ortsamtes Altstadt und ehemaliger Stadtrat der SPD-Fraktion.

© Sachsen Fernsehen

Die Landeshauptstadt Dresden und der Freistaat Sachsen konnten sich bis 2017 nicht auf eine Finanzierung einigen. Eigentümer der Brühlschen Terrasse ist der Freistaat. Zuletzt wurde ein Kompromiss erarbeitet - beide investieren jeweils 500.000 Euro in den Bau. Die Betriebskosten übernimmt der Freistaat.

Vor allem Denkmalschützer äußerten ihre Bedenken hinsichtlich des Eingriffs in das Bild der weltberühmten Dresdner Silhouette und des Ständehauses. In dem Gebäude ist neben dem Oberlandesgericht Dresden auch das Landesamt für Denkmalschutz untergrebracht. Der Aufzug entsteht nun versteckt im Turm des Ständehauses und verbindet zukünftig den Schlossplatz mit der Brühlschen Terrasse.