Augen auf beim Goldverkauf – Große Risiken beim Postversand

Derzeit boomt das Geschäft um den Ankauf von Gold. Viele Ankäufer bestimmenden Goldpreis nach eigenem Ermessen. +++

Verbraucherzentrale Sachsen informiert über Risiken beim Goldverkauf 

Derzeit boomt das Geschäft um den Ankauf von Gold. Aufgrund der Vielzahl von Kaufangeboten, die zum Teil übers Fernsehen ausgestrahlt werden, hat der Privatverkäufer die Qual der Wahl. Schwierig ist nur, herauszufinden, welches Angebot tatsächlich das Beste ist. Der Markt erscheint völlig intransparent. Viele Ankäufer nutzen ihren Wissensvorsprung und bestimmenden Goldpreis nach eigenem Ermessen.  

„Ankäufer werben übers Fernsehen oder im Internet mit der Gold-zurück-Garantie. Dem Verbraucher wird versprochen, dass er seinen Goldschmuck kostenlos schätzen lassen kann. Will er sich dann doch nicht von seinen Schätzen trennen, werden diese zurückgeschickt“, teilt Kay Görner, Referent für Finanzdienstleistungen der Verbraucherzentrale Sachsen mit. Wenn für den Verkauf oder die Schätzung des Goldschmucks eine Versendung durch eine Privatperson notwendig ist, besteht ein hohes Verlustrisiko. „Es ist schwierig nachzuweisen, dass bei Übersendung der Inhalt des Pakets noch in Ordnung war bzw. sich überhaupt im Paket befand, wenn der Empfänger diesbestreitet“, weiß Görner. Außerdem sollte sich jeder die Allgemeinen Geschäftsbedingungen des potenziellen Ankäufers durchlesen. Im Kleingedruckten kann sich u.U. eineKlausel befinden, dass zur Wertfeststellung der Goldschmuck  beschädigt oderzerstört werden darf. In manchen Fällen ist der Schmuck bei Rücksendung dann nichts mehr wert. Nach Auffassung der Verbraucherzentrale Sachsen hat derVerbraucher dann einen Schadensersatzanspruch. Schwierig ist es nur, das eigene Recht durchzusetzen, wenn die Firma im Nicht-EU-Ausland sitzt“, informiert Görner. 

Wegen der Vielzahl von Risiken beim Postversand bietet sich der direkte Verkauf beim Juwelier oder Goldschmied des Vertrauens an. Aufgrund unterschiedlicher Gewinnspannen sollten aber mehrere Kaufangebote eingeholt werden. Außerdem ist es wichtig, sich vorab über den aktuellenTagespreis in der Tageszeitung oder im Internet zu informieren. Dann ist der Wissensvorsprung des Ankäufers nicht mehr so groß.

Quelle: Verbraucherzentrale Sachsen

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