Augenkliniken bieten ambulante Sprechstunden an

Sachsen – Ab Januar 2022 sollen im Rahmen eines Modellprojekts Mediziner in vier Augenkliniken in Südwestsachsen ambulante Sprechstunden anbieten und den Berufsnachwuchs ausbilden.

Grund dafür sei der Augenarztmangel, der sich vor allem in dieser Region besonders kritisch äußert. So gibt es in Sachsen mit 333 ambulant tätigen Augenärzten zwar doppelt so viele Mediziner wie noch 1991, jedoch seien die Versorgungsprobleme in einigen Regionen laut der Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen erheblich. Folgen seien daher lange Wartezeiten bei der Terminvergabe. So könne es bei ausbleibenden Beschwerden bis zu drei Monaten dauern, bis man einen Termin bekomme, so der stellvertretende Vorsitzende des Berufsverbandes der Augenärzte in Sachsen, Dr. Matthias Müller-Holz. Gründe für den Fachärztemangel seien laut KSV die herrschende Altersstruktur in diesem Berufsstand sowie die fehlende Bereitschaft junger Mediziner, eine Praxis zu übernehmen.