Augustusbrücke – Bauablauf wird weiter angepasst

Dresden - Bei Leitungsbauarbeiten wurden in den vergangenen Wochen an der Neustädter Rampe überraschend Reste einer Vorgängerbrücke aus dem 12. Jahrhundert freigelegt. Die sollen an der Augustusbrücke nun wieder verschwinden. An den Änderungen des Ablaufs arbeiten die Bauleute weiter.

Die historische Bausubstanz soll im Untergrund erhalten bleiben. Der Bestandserhalt zwingt zu Änderungen bei der Bauwerksentwässerung und der Trassierung der über die Brücke gebrachten Medien. Die Umplanung der Leitungsführung und die Abstimmungen mit den Eigentümern und Trägern dieser Leitungen sind noch in vollem Gang. In den kommenden Wochen verschwindet der historische Bestand wieder im Dornröschenschlaf. Um hier weiter bauen zu können, verfüllen die Bauleute den Bereich wieder. Auch auf dem Schloßplatz gehen die Arbeiten an den Entwässerungsleitungen weiter. Die Verlegung der Medien in der „Mitroparampe“ endete und der Leitungsgraben ist wieder verfüllt. In den kommenden Tagen verlegen die beauftragten Firmen die Krustenplatten und stellen den Gehweg wieder her.

© Sachsen Fernsehen

Bauarbeiten bis zum Sonnabend, 4. August 2018

Derzeit laufen die Arbeiten an den auszutauschenden Sandsteinen weiter. Hier werden die Gesimse als Basis für die darauf aufbauende Brüstung aus Sandstein gesetzt. Parallel dazu kommen die ersten Fußkästen für die spätere Beleuchtung der Brücke in die Gesimse. Dafür bringen die Fachleute vor Ort Aussparungen in die Gesimse ein, die die Fußkästen aufnehmen sollen. Weiterhin entstehen die Auflager der Fußverankerungen der Fahrleitungsmaste und die Fußplatten für die Fahrleitungsmaste. Die Abdichtungsarbeiten sind im Abschluss begriffen. Auf einzelnen Bauteilen ist noch der Beton zum Schutz der Abdichtung aufzubringen. Darüber hinaus sind weitere Mastfüße für die Fahrleitungsmasten zu versetzen. Hinzugekommen sind Arbeiten an der Auflagerwand für die Bordsteine. Auf zwei Bögen ist die Wand bereits fertiggestellt. Sie dient zum Einen als Auflager für die Bordsteine und zum Anderen als Abgrenzung des Bauraumes für Leitungen, welche zukünftig über die Brücke führen.

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Terrassenufer/Neubau Bogen I

Derzeit läuft hier noch die Beseitigung der Strukturmatritze, die sich als äußerst zäh erweist. In großen Flächen ist aber schon die Kassettierung samt Grobstruktur zu erkennen. Am Wochenende vom 13. Juli bis zum 16. Juli gingen die Arbeiten an der Bogenunterseite zu Ende. Dazu wurde mittels Sandstrahlen oberflächlich an einer Fläche von rund 520 Quadratmeter Beton abgetragen, um das ursprüngliche Erscheinungsbild wieder herzustellen. An der Oberseite des Bogens erfolgen weitere Betonagen für den Aufbeton. Diese Arbeiten führen zu keinen Einschränkungen auf dem Terrassenufer unterhalb des Bogens. Darüber entsteht das Stirnmauerwerk weiter.

Verkehrsführung

Die nächsten Verkehrseinschränkungen auf dem Terrassenufer gibt es voraussichtlich erst wieder Anfang/Mitte Oktober, um die Veranstaltungen im Sommer, zum Beispiel das Stadtfest, nicht zu beeinträchtigen. Die Einschränkungen am Neustädter Markt bestehen weiter, da dies zurzeit die einzige Zufahrtsmöglichkeit auf die Brücke ist. Während der Arbeiten am Bogen über dem Elberadweg musste dieser gesperrt und der Verkehr über das angelegte Provisorium durch den Nachbarbogen umgeleitet werden. Derzeit kann hier zwar wieder der normale Straßenverlauf genutzt werden. Es wird aber auch in Zukunft immer wieder zum Verschwenken in den benachbarten Bogen kommen.