Aus für Dresdner Handballer ?

Dresdner Stadtderbys in der Handball-Sachsenliga der Männer gibt es schon seit Jahren. Meistens bestimmte sportliche Brisanz die Duelle. Doch in dieser Saison ist alles anders.

Am vergangenen Wochenende empfing der HSV die Zweite Manschaft des HC Dresden. Für beide Teams geht es im Moment um die Existenz. Der Dresdner Männer-Handball befindet sich in der Schieflage. Der HC Dresden ist insolvent. Das Regionalliga-Team praktisch aufgelöst. Und auch in der vierten Liga haben die Dresdner Vereine Probleme. Das Stadtderby ist ein Kellerduell. Sowohl der HSV, als auch die HC-Reserve, befinden sich in akuter Abstiegsgefahr. Die besten Karten im Kampf um den Ligenverbleib hat, so paradox es klingen mag, der Tabellenletzte. Da die erste Mannschaft nicht mehr exisitiert, dürfte die Zweite in der nächsten Saison deren Platz in der Sachsenliga einnehmen.
Ähnlich verworren die Situation beim HSV Dresden. Niemand kann im Moment sagen, ob der viertletzte Platz in der Meisterschaft für den Klassenerhalt reichen würde. Zu kompliziert ist die Abstiegsregelung.
Und so will der HSV Dresden auf Nummer sicher gehen. Den Anfang machte man beim Stadtderby. Der HSV kontrollierte das Spiel. Wirklich attraktiven Handball bot der Tabellenzehnte aber nur äußerst selten. Das lag wohl auch am Gegner. Denn der HC erwischte beim Stadtderby einen rabenschwarzen Tag. Der Tabellenletzte konnte den HSV-Erfolg nie ernsthaft gefährden. Einzig Philipp Grießbach, im letzten Jahr noch HSV Akteur, ließ hin und wieder spielerisches Können aufblitzen.
Mit 30:21 gewann der HSV die Stadtmeisterschaft. Spielerisch blieben beide Mannschaften jedoch einiges schuldig.
Der HSV Dresden darf weiterhin auf den Kassenerhalt hoffen.
Lediglich einen Punkt beträgt jetzt noch der Rückstand auf das rettende Ufer.

HSV Dresden

HC Dresden