Aus für Hygieneampel beschlossen

Mit der Hygieneampel sollten lebensmittelrechliche Kontrollen den Verbrauchern präsentiert werden, um diese vor Schmuddelbetrieben zu schützen.

Die Arbeitsgruppe von Wirtschafts- und Verbraucherschutzministern hat sich gegen ein obligatorisches System zur Publizierung von Hygienezuständen in Lebensmittelbetrieben entschieden.

Man verständigte sich darauf, das bisherige System, welche auf freiwilliger Basis beruht, weiter zu verfolgen. So kann jeder Unternehmer für sich entscheiden, ob er seine Kontrollergebnisse veröffentlichen möchte.

„Das ist das Aus für die Hygiene-Ampel und eine Kampfansage an die Verbraucher, die Gammelfleischhändlern und Hygienesündern wie Müller-Brot weiterhin selbst dann ausgeliefert sein werden, wenn die Behörden längst über die Zustände Bescheid wissen. Ein freiwilliges System ist bereits in Nordrhein-Westfalen gescheitert, weil sich zu wenige Betriebe daran beteiligten und kein Hygienesünder freiwillig über negative Kontrollergebnisse informiert. Die verantwortlichen Minister schützen offenbar lieber die Schmuddelbetriebe vor den Verbrauchern als die Verbraucher vor den Schmuddelbetrieben. Das ist schon Beihilfe zum Betrug sowohl an den Kunden als auch den sauber arbeitenden Betrieben.“, so der stellvertretende foodwatch-Geschäftsführer Matthias Wolfschmidt.

Die Verbraucher könnten sich dann nur an jenen Betrieben orientieren, welche ihre positiven kontrollergebnisse veröffentlichen.

Ein Viertel aller kontrollierten Betriebe werden jährlich beanstandet. Bisher wurden diese Ergebnisse dem Verbraucher vorenthalten.

Dies sollte die Hygieneampel nun ändern, indem in jedem Betrieb ein Aushang informieren sollte, wie die lebensmittelrechtlichen Zustände sind.

Die Farben Grün, Gelb oder Rot sollten verbraucherfreundlich den Hygienegrad publizieren.

Umfragen in der Bevölkerung zeigen, dass über 90 Prozent der Verbraucher ein solches System befürworten und sogar fordern.