Ausbau der Eisenbahnstraße: Anwohner müssen nachzahlen!

Einige Anlieger der Eisenbahnstraße erhalten in den kommenden Tagen Post von der Stadt – und zwar ziemlich unangenehme! Die Anlieger sollen Straßenbaubeiträge für den Ausbau der Eisenbahnstraße nachzahlen! +++

Im Jahr 2004 wurde die Eisenbahnstraße zwischen Hermann-Liebmann und Torgauer Straße umfassend umgestaltet und saniert. In der Regel ist es so, dass dabei auch die Anlieger zur Kasse gebeten werden und einen bestimmten Anteil zahlen. Dessen Höhe richtet sich danach, wie die jeweilige Straße eingestuft wird. Und genau daran entzündete sich der Rechtsstreit zwischen Stadt und Landesdirektion, der jetzt zu Ungunsten der Stadt und damit auch der Anlieger ausgegangen ist. 

Die Umgestaltung der Eisenbahnstraße war möglich geworden durch den Bau der Adenauer-Allee. Die sollte gleichzeitig eine Entlastung für den Verkehr im Leipziger Osten bringen. Allerdings geschah das nicht in dem Maße, wie erwartet, so dass die Eisenbahnstraße nach wie vor stark frequentiert ist.

Die Landesdirektion stufte die Eisenbahnstraße jedoch trotzdem als Haupterschließungsstraße ein und forderte die Stadt auf, entsprechende Beiträge von den Anliegern zu erheben. Die gingen zwar ebenso wie die Stadt in Widerspruch, müssen aber nun nach dem Urteil des Verwaltungsgerichts trotzdem in die Tasche greifen. Auf sie kommen Kosten von bis zu mehreren tausend Euro zu.