Ausbau von Dresdens Fetscherstraße nicht vor 2015 möglich

Am Dienstag präsentierte Baubürgermeister Marx die Ausbauplanungen für die Fetscherstraße. Der Ausbau bis zur Stübelallee soll nicht vor 2015 realisiert werden.+++

Am Dienstag präsentierte Baubürgermeister Marx in einer Sitzung der Ortsbeiräte Altstadt und Blasewitz die Ausbauplanungen für die Fetscherstraße. Der Ausbau des ersten Abschnitts zwischen Pfotenhauer und Fiedlerstraße soll erst im März 2012 beginnen und dann bis Ende 2012 dauern. Ursprünglich war ein Baubeginn noch für 2010 geplant. Die weiteren Abschnitte bis zur Stübelallee sollen nicht vor 2015 realisiert werden. Dazu Axel Bergmann, verkehrspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion: 

„Die Waldschlößchenbrücke kommt und auf der linkselbischen Seite fehlt ein leistungsfähiger Anschluss. Wenn die mehrfach verschobene Brückeneröffnung doch noch 2012 stattfinden sollte, dann fährt der Verkehr als erstes in eine Baustelle in einem sehr stark belegten Abschnitt der Fetscherstraße. Unnötige Verkehrsstaus und Belastungen für die Anwohner sind die Folge. Und für den weiteren Ausbau sind noch nicht einmal Mittel eingeplant. Das kann doch nicht wahr sein!“ 

Die SPD-Fraktion wird diese Stückwerksplanung nicht akzeptieren und am Freitag einen Antrag einbringen, der die Verwaltung verpflichtet, den Ausbau des ersten Abschnitts auf jeden Fall noch vor Eröffnung der Waldschlößchenbrücke fertig zu stellen, Mittel für die weiteren Abschnitte im Haushalt 2013/14 einzuplanen und endlich ein belastbares Gesamtkonzept vorzulegen. Der Antrag benennt dazu zehn Ansatzpunkte, wie die verkehrlichen Folgen der Waldschößchenbrücke besser bewältigt und die damit verbundenen Belastungen reduziert werden können. 

Positiv ist zu erwähnen, dass die Vorplanung für den weiteren Ausbau der Fetscherstraße südlich der Fiedlerstraße die richtigen Ziele setzt. Die Straßen werden erneuert und inklusive Radwege um 2,60 Meter erweitert. Die Baumallee bleibt aber erhalten – das ist uns ganz wichtig. Außerdem sollen Fußwege saniert, barrierefreie Haltestellen, und sichere Querungsmöglichkeiten angelegt werden. Lobenswert ist auch die Mühe, die sich die Verkehrsplanung gemacht hat, um Schleichverkehre im Gebiet zu analysieren.“ 

Bergmann abschließend: „Kein Mensch versteht, wie beim größten Verkehrsprojekt in Dresden die rechtzeitige Schaffung von Anschlüssen versäumt werden kann. Die politische Verantwortung dafür tragen Baubürgermeister Marx, aber auch all jene, die immer noch an überdimensionierten Verkehrsprojekten festhalten. Ich will und kann mir nicht vorstellen, dass dahinter ein Kalkül steckt. Sollte sich aber irgendwann herausstellen, dass es doch Akteure gibt, die ein mögliches Verkehrschaos nutzen wollen, um den Boden zu bereiten für einen rücksichtlosen Ausbau der Fetscherstraße oder um gar eine Untertunnelung des Großen Gartens voranzutreiben, dann wird dies bei uns auf schärfsten Widerstand stoßen. Ein Abholzen der Baumallee ist mit uns auf keinen Fall zu machen.“ 

Bereits Anfang 2010 hatte die SPD-Fraktion ein Gesamtkonzept angemahnt und die Planung als Stückwerk kritisiert. Im April 2010 wurde dazu vor Ort eine öffentliche Informationsveranstaltung für die Bürgerinnen und Bürger durchgeführt.

Quelle: SPD-Fraktion im Dresdner Stadtrat

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