Auseinandersetzungen vor Notunterkunft in Chemnitz-Markersdorf

Die Auseinandersetzungen um die Nutzung einer Turnhalle an der Markersdorfer Straße in Chemnitz haben sich in der Nacht zum Samstag verschärft.

Vom Freitagmittag bis in die Nachtstunden hatten sich in der Nähe der Unterkunft teilweise bis zu ca. 150 Personen aufgehalten und gegen die Nutzung der Turnhalle als Notunterkunft protestiert.

Wie die Polizei Chemnitz mitteilte, kam es in der Nacht zum Samstag zu Tätlichkeiten zwischen Asylgegnern und Asylbefürworten, wobei zwei Personen leicht verletzt wurden.

Polizeibeamte konnten die Auseinandersetzungen jedoch beenden und einen Tatverdächtigen stellen.

Etwa 60 Asylbewerber aus der Chemnitzer Erstaufnahmeeinrichtung sollten bereits am Freitagabend in die Turnhalle einziehen.

Einige Familien weigerten sich jedoch, da sie sich auf Grund der Proteste nicht sicher fühlten.

Mehrere Asylbewerber kamen deshalb in den Räumen der Bonhoeffer-Gemeinde unter.

Interview: Klaus Kretzschmar, Kirchenvorstand ev.-luth. Dietrich-Bonhoeffer-Kirchgemeinde Chemnitz

Am Samstagmorgen zerschlugen Unbekannte mehrere Fenster des Gemeindegebäudes.

Informationen zum entstanden Sachschaden liegen laut Polizei noch nicht vor.

Auch die Chemnitzer Oberbürgermeisterin informierte sich am Samstag über die Situation.

Interview: Barbara Ludwig (SPD); Oberbürgermeisterin

Das Dezernat Staatsschutz der Kriminalpolizei hat die Ermittlungen zu den Vorfällen aufgenommen.

Zeugenhinweise können bei der Kriminalpolizei in Chemnitz unter der Telefonnummer 0371 387-3445 abgegeben werden.