Ausnahmeregelung für Fußball-WM

Berlin - Gemeinsam jubelt es sich zur Fußball-WM schöner. Nach 22 Uhr leider oft auch zu laut. Der Bundesrat hat nun einem Erlass zugestimmt, mit dem öffentliche Übertragungen auch dann möglich, wenn in den späten Abendstunden die üblichen Lärmschutzanforderungen nicht vollständig eingehalten werden.

Sachsen begrüßt die Zustimmung des Bundesrats zur Lärmschutzverordnung zur Fußball-Weltmeisterschaft 2018. Der Chef der Staatskanzlei, Staatsminister Oliver Schenk, freut sich über die Entscheidung: „Alle Fans, die die Spielorte in Russland nicht besuchen können, haben nun die Möglichkeit, die Spiele in den kommenden Wochen beim Public Viewing in größerer Gemeinschaft und in stimmungsvoller Atmosphäre zu verfolgen.“

© Sächsische Staatskanzlei | Pawel Sosnowski

Mit dem Erlass sind öffentliche Übertragungen auch dann möglich, wenn in den späten Abendstunden die üblichen Lärmschutzanforderungen nicht vollständig eingehalten werden. Durch die enge zeitliche Begrenzung der Verordnung wird die erhöhte Lärmbelästigung für betroffene Anwohner zudem auf einen klar begrenzten Zeitraum festgelegt.

Die Bundesregierung schafft mit der vorliegenden Verordnung ein bundesweit einheitliches Instrumentarium, mit dem die zu erwartende Lärmproblematik auch nach 22.00 Uhr bewältigt werden kann. „Bei solch herausragenden Veranstaltungen wie einer Fußball-WM ist das eine wertvolle Unterstützung für ein flexibles und auf die lokalen Belange abgestimmtes Vorgehen der Immissionsschutzbehörden“, so Schenk.

Der Staatsminister verwies außerdem auf die bisher positiven Erfahrungen: Die sehr geringe Zahl an Beschwerden zeige, dass die Behörden vor Ort verantwortungsbewusst abwägen zwischen dem öffentlichen Interesse, gemeinsam bis in die Nacht hinein dem Ende der Spiele entgegenzufiebern und dem ebenfalls berechtigten Bedürfnis nach ungestörter Nachtruhe. „Mit dieser Verordnung können wir vier ereignisreichen Wochen entgegensehen, die hoffentlich vor allem von lautem Torjubel über eine erfolgreiche deutsche Mannschaft geprägt ist.“

Auf ein Public Viewing am Elbufer müssen Dresdner zwischen dem 14. Juni und 15. Juli zwar verzichten. Eine Alternative bietet aber erstmals die BallsportArena Dresden mit dem ArenaBeach an. Der soll bis 1. Juni am Eingang zum Sportpark Ostra entstehen. Neben einer Leinwand werden Beachvolleyballfelder aufgebaut. Auch Sportler-gerechtes Catering soll es geben.