Ausschreitungen bei der Indymedia Demonstration

Leipzig - Nach einem ruhigen Beginn, eskalierte die Indymedia Demonstration. Pyrotechnik, Steinwürfe und Tätliche Angriffe waren die Folge.

Es sollte eine ruhige und friedliche Demo werden, bei der am Samstag Abend gegen die Abschaltung der Indymedia Seite protestiert wurde. So begann sie auch. Nach einigen Kundgebungen vor dem Bundesverwaltungsgericht setzten sich die rund 1600 Demonstranten in Richtung Connewitz in Bewegung. Mit Voranschreiten des Demonstrationszuges wich die Ruhe. Flogen zunächst Farbbeutel und Rauchkörper, steigerte sich die Situation bis hin zum Zünden von Pyrotechnik und Böllern.

Den Höhepunkt erreichte die Eskalation auf der Höhe Karl-Liebknecht Ecke Richard-Lehmann-Straße, wo mit Gegenständen, unter anderem mit Steinen, auf Polizisten geworfen wurde. Neben Polizisten fielen zudem auch Journalisten und selbst Demonstranten zum Opfer der Gewalttaten. Für den Einsatz hielt die Polizei mehrere Hundertschaften aus verschiedenen Bundesländern vor. Genaue Angaben wollten die Behörden aus taktischen Gründen nicht geben. Trotz der Ausschreitung verfolgte die Polizei stets das Ziel der Deeskalation.

© Leipzig Fernsehen

Als der Tross nach einer Stunde Verharren an der Richard-Lehmann-Straße weiter zog, war ein Einschreiten der Polizei nicht mehr notwendig. Der Rest der Demonstration verlief weitestgehend friedlich. Es bleibt festzuhalten, dass nur ein kleiner Teil der Demonstranten gewalttätig wurde. Dennoch ist zu erwarten, dass die Eskalation die Stadt die nächsten Tage beschäftigen wird.