Ausschreitungen bei LEGIDA – Demo in Leipzig

Mehrere gewaltbereite Hooligans liefen in vorderster Front bei LEGIDA mit und gingen auf Polizeibeamte los. Die Einsatzkräfte wurden aber auch von Gegendemonstranten attackiert. Die Polizei setzte unter anderem Wasserwerfer ein. +++

Die erneute Demonstration von LEGIDA am Montagabend in Leipzig ist teilweise eskaliert. Etwa 500 Anhänger des ausländerfeindlichen Bündnisses hatten sich zur Eröffnungskundgebung auf dem Willy-Brandt-Platz versammelt. Schnell war klar, dass viele der Teilnehmer auf Ärger aus waren. Laut Polizei liefen bei LEGIDA gewaltbereite Fußballfans in vorderster Front mit. Als der Aufzug aufgrund von Flaschenwürfen und einer Sitzblockade gestoppt werden musste, attackierten die Hooligans die Einsatzkräfte massiv mit flaschen und Feuerwerkskörpern und versuchten die Polizeikette zu durchbrechen, um zu Anhängern von NoLegida zu gelangen. 

Die Polizei konnte ein Aufeinandertreffen beider Parteien verhindern und die LEGIDA-Demo auflösen. Allerdings gab es auch Krawalle seitens der Gegendemonstranten. Als ein Wasserwerfer Blockaden vom Georgiring entfernen sollte, wurden die Polizisten erneut attackiert. Die Polizei setzte den Wasserwerfer deshalb auch kurzzeitig gegen die Angreifer ein. Die genaue Zahl der Verletzten sowie die Höhe des Sachschadens sind noch unklar.

Parallel zur Demo in Leipzig hat auch Pegida in Dresden demonstriert. Dort waren 5000 Menschen zusammengekommen. Pegida-Chef Lutz Bachmann kündigte dabei an, eine eigene Partei gründen zu wollen.