Ausstellung über industriellen Wohnungsbau in Dresden

Im Kulturrathaus zeigt die Ausstellung „Dresdens vergessener Schatz“ die Bedeutung des industriellen Wohnungsbaus, am Beispiel der Großwohnsiedlung Neu Gorbitz Dresden. Gezeigt wird u.a. unveröffentlichtes Material. +++

Unter dem Titel „Dresdens vergessener Schatz“ widmet sich eine Ausstellung im Kulturrathaus ab Donnerstag, 16. Oktober, der Bedeutung des industriellen Wohnungsbaus, im Volksmund „Plattenbausiedlung“ genannt, am Beispiel der Großwohnsiedlung Neu Gorbitz Dresden. Mit teilweise noch unveröffentlichtem Material vermittelt die Ausstellung einen Einblick in das Denken und Leben einer Gesellschaft mit dem Streben nach einer utopischen Zukunft.

Dresden hat sich seit 1990 stark verändert. Besonders davon betroffen sind die Plattenbauten im Dresdner Stadtbild, deren Verschwinden nicht mehr unkritisch begleitet wird. Plattenbauten und damit der komplexe Wohnungsbau unter sozialistischen Bedingungen in der DDR sind ein lange unterschätztes Gebiet der Architektur- und Kunstgeschichte geblieben. Am Beispiel des Dresdner Reißbrett-Stadtteils Neu Gorbitz zeigen die Kuratoren Mathias Körner und Ralf Kahlmann von der Gorbitzer-Bürger-Initiative, dass das Wohnungsbauprogramm der DDR mit seinen 3 000 000 Wohnungen nicht nur aus dem Errichten von Plattenbauten bestand, sondern ebenfalls die komplizierte Umfeldgestaltung mit einbezog.

Diese Ausstellung ist viel mehr als nur eine regionale Chronik über die Dresdner Großwohnsiedlung Neu Gorbitz und ihr kulturelles und architektonisches Herz, das vergessene Bauensemble „Höhenpromenade“. Leicht verständlich für Laien und Fachleute wird mit Hintergrund-Wissen und Detaileinsichten zum Thema-Plattenbau in der DDR am Beispiel von Neu Gorbitz einstigen Architekten und Künstlern aus der der Aufbauzeit Gehör verschafft. Zudem öffnet sich dem Besucher leicht ein neues Betrachtungsfeld der Geschichte ostdeutscher Stadtgeschichte.

Quelle: Landeshauptstadt Dresden

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