Ausstellung zu Euthanasie

An die grausame Zeit des Naziregimes und die damit verbundene Euthanasie wird im Blinden- und Sehbehinderten Zentrum Chemnitz in Altendorf erinnert.

Dort ist seit Dienstag die Ausstellung „Von der Sozialfürsorge zur Euthanasie – das Leben der Schwachsinnigen in der Sächsischen Landeserziehungsanstalt von 1905 – 1945“ zu sehen.

Während der Nazizeit wurden viele Kinder und Jugendliche aus der damals „Königlich – Sächsischen Anstalt“ ermordet. Neben einer Gedenkstätte, die bereits 2007 eingeweiht wurde, erinnert nun auch die Ausstellung an sie. Dafür wurden zahlreiche Archive durchforstet,
um die Schicksale der misshandelten und ermordeten Kinder aufzuarbeiten.

Die Nazis hatten die Sichtweise auf behinderte Menschen immer mehr beeinflusst, so dass sie zuerst für Arbeitszwecke ausgenutzt und später zu nutzlosen Wesen erklärt wurden. Passten doch geistig behinderte Menschen nicht in das Idealbild der Nazis vom arisch reinen Deutschen. Die Ausstellung soll deshalb aufrütteln, damit so etwas Schreckliches nie wieder passiert.