Ausstellung zu historischen Verkehrsunfällen

Im Chemnitzer Museum für sächsische Fahrzeuge wird am Freitag eine ungewöhnliche Sonderausstellung eröffnet.

Die neue Schau dreht sich um Verkehrsunfälle mit Fahrzeugen aus der Vorkriegszeit. Am Donnerstag liefen die Vorbereitungen für die Ausstellungseröffnung noch auf Hochtouren.

Auf das Thema sind die Museumsleute bei den Recherchen zur Buchreihe „Fahrzeugspuren“ des Autoren Frieder Bach, dem Gründer des Fahrzeugmuseums, gestoßen. Dabei wurde ein umfangreicher Fundus an alten Fotos aus alten Werkstätten und Abschleppdiensten aus den 1920er Jahren entdeckt.

Die Fotographien, so sind sich die Museumsverantwortlichen einig, lassen so manchem Oldtimerfreund das Herz bluten – sind aber aus Sicht der Experten sehr aufschlussreich.

Interview: Dirk Schmerschneider, Leiter „Museum für sächsische Fahrzeuge“ Chemnitz

In der Ausstellung ist auch ein Originalfahrzeug der Firma Presto zu sehen. Dieses Modell wurde in den 1920er Jahren häufig zu Abschleppzwecken eingesetzt. Zudem ist ein erst im vergangenen Jahr verunglücktes DKW-Motorrad zu sehen.

Die Ausstellung führt auch die Folgen für die Fahrer und Insassen bei Verkehrsunfällen in der Zeit vor Sicherheitsgurten und Airbags vor Augen. Diese waren meist schwerwiegend.

Interview: Dirk Schmerschneider, Leiter „Museum für sächsische Fahrzeuge“ Chemnitz

Die Sonderausstellung mit dem Titel „Zerstörte Träume – Unfallfotos aus der Vorkriegszeit“ ist von Karfreitag an bis Oktober im Fahrzeugmuseum an der Zwickauer Straße zu erleben.