Ausstellungseröffnung in den Kunstsammlungen

"Nichts ist erledigt" – behauptet Klaus Staeck.

Die Kunstsammlungen Chemnitz zeigen ab Samstag eine Retrospektive des Künstlers, die mehr als 70 Plakate aus drei Jahrzehnten umfaßt. Seit Anfang der sechziger Jahre mischt sich der gebürtige Sachse mit Plakaten und Postkarten in den politischen Diskurs ein, indem er Mißstände mit sarkastischen Kommentaren begleitete. Bei über 3 000 Ausstellungen hat ihm dieses Engagement 41 Prozesse eingebracht, denn an seinen Werken scheiden sich die Geister. Dabei will Staeck nicht vordergründig provozieren, sondern den Betrachter auffordern hinter die Kulissen zu schauen und ihm so Argumente zur Entscheidungsfindung liefern. An erster Stelle aber steht die Entscheidung, der Ausstellung einen Besuch abzustatten. Zu sehen sind die Arbeiten des Satirikers bis 28. Mai.