Ausstellungsgespräch im Stadtgeschichtlichen Museum Leipzig: Sammeln damals und heute

Am kommenden Mittwoch, um 16 Uhr, findet das letzte von vier Ausstel­lungs­­gesprächen in der Ausstellung „Tausendfaches Glück. Privatsammlungen im Museum“ statt.

Doris Mundus, Kuratorin, kennt die archäologische Sammlung des Stadtgeschichtlichen Museums genau und wird die Fragen der Besucher beantworten.

Den Grundstock dieser Sammlung legte Anfang des 20. Jahrhunderts der Lokalforscher Max Näbe mit seinen in mühevoller Kleinarbeit zusammengetragenen rund 1000 Grabungsfunden. Es handelt sich größtenteils um Keramik-, Metall- und Glasfunde aus dem Leipziger Altstadtbereich. Ebenso wichtig für die Leipziger Stadtkernarchäologie ist die Herbert-Küas-Sammlung mit etwa 1.400 Belegen über die vorgeschichtliche Besiedlung des Matthäikirchhofs, die slawische Besiedlung und die Existenz einer deutschen Burg.

Besonderer Gast der Gesprächsrunde ist Dr. Thomas Westphalen, Leiter der Abteilung Archäologische Denkmalpflege und Stadtkernarchäologie des Landesamtes für Archäologie Sachsen. Er wird am Mittwoch sowohl den vor 16 Jahren entdeckten ältesten Garten Sachsens am Barthels Hof als auch die Wiederauffindung eines Hofes des Thietmar von Merseburg bei Eisdorf thematisieren, als auch die für dieses Jahr angesetzte Neubebauung des Wilhelm-Leuschner-Platzes in den Fokus der Aufmerksamkeit rücken.

Neben dem Ausstellungsgespräch haben Besucher die Möglichkeit die Ausstellung „Tausendfaches Glück. Privatsammlungen im Museum“ zu besichtigen. Der Eintritt beträgt 3 Euro, ermäßigt 2 Euro, Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre frei. Geöffnet ist die Ausstellung noch bis 30. Januar, Dienstag bis Sonntag, jeweils 10 – 18 Uhr.