Austauschstudenten verlassen Japan – Ihre Eindrücke hier im Interview!

Aus Angst vor radioaktiver Verstrahlung haben Marie Häckl und Cameron Lombardo Japan verlassen und sind nun in Dresden. +++

Die beiden Japanisch-Studenten Marie Häckl und Cameron Lombardo sind sicher in Dresden angekommen. Nach einer nervenaufreibenden Zeit nach dem Erdbeben in Japan schöpfen sie in Dresden neue Kraft und überlegen wie es für sie weitergehen soll.

An der Universität von Tenri im Süden Japans absolvierten die Brandenburgerin und der Kalifornier ein Auslandsjahr, bis das Beben und die Atomkatastrophe alles veränderten.

Mit überteuerten Flügen verließen sie das Land, auf Bitten ihrer Familien und Anraten der Botschaft. Am größten war die Angst vor radioaktiver Verstrahlung.

Interview im Video mit Marie Häckl, Studentin

Interview im Video mit Cameron Lombardo, Student: Zuerst dachte ich nicht, dass es so gefährlich wäre. Das Erdbeben und der Tsunami hatten ja keine Auswirkungen auf die Region, in der wir lebten. Aber durch die nukleare Bedrohung wurde es immer schlimmer. Als immer mehr Reaktoren explodierten, überzeugte mich Marie zu gehen. Aber auch meine Familie wollte das.

Inzwischen haben fast alle Austauschstudenten das Land verlassen. Viele Japaner können das nicht verstehen. 

Interview im Video mit Marie Häckl, Studentin 
Interview im Video mit Cameron Lombardo, Student:
Die Japaner, mit denen ich darüber gesprochen habe, haben ganz anders über die radioaktive Gefahr gedacht. Vielleicht, weil sie ganz andere Nachrichten als wir gesehen haben. Die meisten dachten, wir reisen ab, weil wir Angst vor weiteren Erdbeben und Tsunamis haben.

Immer wieder sieht man auf Aufnahmen von Japan, wie ruhig die Menschen dort mit der Situation umgehen. Die Mentalität ist eine völlig andere. 

Interview im Video mit Marie Häckl, Studentin

Marie verbringt jetzt noch einige unbeschwerte Tage bei ihrem Freund, einem Dresdner Studenten. Doch wie geht es danach weiter? Am 7. April beginnt in Tenri das nächste Semester. Marie hat noch nicht entschieden, ob sie zurückkehrt. All ihre Sachen sind in der Eile in Japan geblieben.

++
Immer aktuell informiert – mit dem DRESDEN FERNSEHEN Newsletter!