Auswertung: Proteste in Dresden und der Streit um Teilnehmerzahlen

Über 25.000 Demonstranten sind nach Polizeiangaben beim Pegida-Spaziergang mitgelaufen. Nach den Terroranschlägen in Paris wurde der Aufzug auch von der französischen Presse hochinteressiert verfolgt. Einen Beitrag dazu sehen Sie bei DF-Online.+++

Wieder ein Montagabend an dem Demonstrationen das Geschehen in Dresden bestimmt haben. Medienvertreter aus der gesamten Welt haben am Montag mit Spannung den 12. Pegida-Abendspaziergang verfolgt.

Erstmalig haben die Pegida-Organisatoren bei der 12. Kundgebung am Montagabend sechs Forderungen an die Politik ausformuliert. Unter anderem fordert die Bewegung die Schaffung eines Zuwanderungsgesetzes nach Vorbild von Kanada oder der Schweiz und mehr direkte Demokratie auf der Basis von Volksentscheiden.

Nahezu leergefegt war die Innenstadt, während Pegida am Skatepark Lignerallee eine Schweigeminute für die Opfer religiösen Fanatismus abhielt. Auf Plakaten drückten Menschen ihre Solidarität für Frankreich aus. Ein Journalist des französischen Senders Canal+ versteht die Welt nicht mehr:

Über 1600 Beamte aus verschiedenen Bundesländern hatten alle Hände voll damit zu tun, den 12. Pegida-Abendspaziergang mitsamt Gegendemonstrationen abzusichern.

An der Haltestelle Prager Straße bauten Gegendemonstranten Sitzblockaden auf. Die Fronten Dresdens Straßen verhärten sich von Woche zu Woche.

Während die Einen Laut ihren Unmut über die Pegida-Demonstrationen kund getan haben, ziehen die anderen ruhig und amüsiert von den Parolen der Gegenproteste vorbei.

Mehr als 25.000 Demonstranten sind nach Polizeiangaben beim Pegida-Spaziergang mitgelaufen. Noch auf der Veranstaltung verkünden die Organisatoren selbst es seien 40.000 Menschen. Wie kommt eigentlich diese Diskrepanz zustande?

Auch wenn der Abend im Grundsatz friedlich verlief, kam es zu einigen Straftaten am Rande des Demonstrationsgeschehens.

Doch zeigen besonders die zahlreichen Gegendemonstranten der Leipziger Legida, eine derartig breite Unterstützung der Pegida-Bewegung bleibt vorerst ein Dresdner Phänomen.

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