Auswirkungen der EEG-Erhöhung für Chemnitz

Nachdem bekannt geworden ist, dass die Abgabe nach dem Erneuerbaren-Energien-Gesetz, kurz EEG, im kommenden Jahr um satte 47 Prozent angehoben wird, hagelte es Kritik von allen Seiten.

Während viele energieintensive Unternehmen von der EEG-Umlage befreit sind oder weniger zahlen müssen, trifft es vor allem kleine und mittelständige Betriebe sowie die Privathaushalte.

Bei der Handwerkskammer Chemnitz sieht man diese Abgabe zur Förderung der erneuerbaren Energien kritisch. Seit zehn Jahren sei diese ständig angehoben worden.

Interview: Dr. Frederik Karsten – Hauptgeschäftsführer Handwerkskammer Chemnitz

Dabei stellt sich die Frage wie gerecht die Förderung des Ökostroms verteilt ist. Denn vor allem Großunternehmen werden bisher kaum zur Kasse gebeten.

Interview: Dr. Frederik Karsten – Hauptgeschäftsführer Handwerkskammer Chemnitz

Bei der Industrie- und Handelskammer Chemnitz gibt man zu bedenken, das auch kleine Firmen hohe Kosten für Energie aufwenden müssen und zusätzlich belastet werden.

Interview: Hans-Joachim Wunderlich – Hauptgeschäftsführer IHK Chemnitz

Auch bei der CVAG hat man einen ernormen Energieverbrauch. Die Verkehrsbetriebe gehören allerdings zu den Unternehmen, die eine ermäßigte EEG-Umlage zahlen müssen.

Trotzdem kommen 2013 Mehrkosten von 25.000 Euro auf die CVAG zu. An der Fahrpreisschraube wird dennoch nicht gedreht.

Interview: Stefan Tschök – Sprecher CVAG

Viele Befürworter des Ökostroms ärgert die in ihren Augen einseitige Kritik an der Förderabgabe für erneuerbare Energien.

Schließlich müsse der Steuerzahler auch für die Subventionen für Atomenergie und Kohleabbau zahlen, ohne das dies stärker in Frage gestellt wird.