Auszeichnung Interkultureller Wettbewerb 2012

Verständnis für fremde Traditionen, Empfindlichkeiten und Denkweisen werden bisher nicht an deutschen Schulen gelehrt – eigentlich unverständlich in Zeiten von Migration und Globalisierung.

Dass interkulturelle Bildung im zukünftigen Berufsleben jedoch unerlässlich sein wird, erkannte bereits die Kultusminister-Konferenz vor 10 Jahren.

Mit dem „Lichtensteiner Modell“ wurde 2012 ein deutschlandweit einzigartiges Unterrichtskonzept entwickelt, in dem genau das geändert werden soll.

Im Daetz Centrum Lichtenstein wurden am Dienstag die drei Schulen ausgezeichnet, die das Modell am besten umgesetzt haben.

Das sind die strahlenden Gewinner des „interkulturellen Wettbewerbes 2012“. Die Heinrich-von-Kleist-Mittelschule Lichtenstein, die Mittelschule Eppendorf und die Geschwister-Scholl-Mittelschule Auerbach im Vogtland überzeugten die Jury mit ihrem selbst organisierten interkulturellen Event wurden mit einem Gewinner-Scheck belohnt.

Die jeweils 500 Euro wurden dabei überreicht von den Sponsoren enviaM Chemnitz und Rotary District 1880, sowie dem Staatssekretär des Kultusministeriums.

Interview: Herbert Wolff – Staatssekretär sächsisches Kultusministerium

Das Lichtensteiner Modell wurde hier im Daetz-Centrum auf Empfehlung der Vereinten Nationen und der Kultusminister-Konferenz unter der Schirmherrschaft des sächsischen Kultusminiseriums entwickelt.

Länderspezifische Experten sowie Mittelschul- und Gymnasiallehrer erarbeiteten dabei ein Konzept bestehend aus Unterrichtsmodulen für Klassenstufen 6 bis 11 zu Indien, Türkei, China, Polen, Russland, Tschechien und dem Kontinent Afrika.

Interview: Peter Daetz – Initiator „Lichtensteiner Modell“

Der Erfolg gibt Peter Daetz und seinem Lichtensteiner Modell Recht, mittlerweile 14500 Schülerinnen und Schüler und 800 Lehrkräften erleben gemeinsam ihren Schulen Globalisierung hautnah.

Und nebenbei bringt es Abwechslung in den manchmal grauen Schulalltag.

Interview: Frederike & Helena – Gewinnerinnen von der Mittelschule Eppendorf

Schüler finden es gut, Lehrer finden es gut, das Kultusministerium findet es gut – schade eigentlich, dass es 7 Jahre gedauert hat das „Lichtensteiner Modell“ auf die Beine zu stellen.

Das Konzept ist jedenfalls so erfolgreich, dass auch über die sächsischen Landesgrenzen hinaus begehrt ist, auch Hessen wird das Modell nun an seinen Schulen einführen.

Interview: Herbert Wolff – Staatssekretär sächsisches Kultusministerium