Auszubildender abgeschoben

Leipzig – Dhruv Lablai Patel ist abgeschoben worden. Am 5. September wurde er von der Polizei aus seinem Ausbildungsbetrieb, Autohaus Saxe, abgeholt. Bereits am selben Abend saß er im Flieger Richtung Katar.

 

 

Der Auszubildende war ein indischer Asylsuchender, der im Frühjahr 2016 ein Praktikum im Autohaus begann. Im Oktober des gleichen Jahres startete er sein Einstiegsqualifizierungsjahr und fing letztendlich zum 1.August diesen Jahres mit der Ausbildung zum Kfz-Mechatroniker an. Seine Arbeit wurde sehr geschätzt.

Sowohl für die Kollegen, als auch für die Geschäftsführung kam die Abschiebung von Herrn Patel überraschend. Nachdem Vorwürfe im Raum standen, dass er den Behörden bei seiner Ankunft in Deutschland falsche Angaben gemacht habe, ließ er seinem Chef Michael Franz eine Erklärung zukommen. Die falschen Angaben habe er aus Angst und Unsicherheit gemacht.

Durch diese unvorhersehbare Abschiebung bleibt jetzt ein Ausbildungsplatz in Böhlitz-Ehrenberg ungenutzt. In der Folge wird das Autohaus die Bewerber schärfer prüfen und von den Behörden mehr Planungssicherheit verlangen. Eine Rückkehr von Herrn Patel scheint derzeit ausgeschlossen.