Azubis in Sachsen werden kostbarer

Chemnitz – Von Oktober 2016 bis März 2017 haben in Sachsen insgesamt rund 16.500 Jugendliche mit Unterstützung der Berufsberatung einen Ausbildungsplatz gesucht. Im gleichen Zeitraum haben die sächsischen Unternehmen über 17.200 Berufsausbildungsstellen gemeldet.

Von den bisher gemeldeten Ausbildungsstellen sind noch etwa 12.100 zu besetzen. Damit stehen die Chancen für die 11.000 Jugendlichen, die noch keinen Ausbildungsvertrag in der Tasche haben, recht gut. Denn rein rechnerisch gibt es für jeden Bewerber mindestens eine freie Ausbildungsstelle.

Jedoch zeigt die Erfahrung der vergangenen Jahre, dass es für die Ausbildungsbewerber nicht immer leicht ist, sich für den richtigen Beruf zu entscheiden. Hier hilft die Berufsberatung der Arbeitsagenturen. Die Berufsberater kennen den regionalen Arbeitsmarkt, aktuelle Trends, Berufe und deren Zukunftschancen. Das, kombiniert mit den Talenten und Interessen der Jugendlichen, bildet eine gute Grundlage bei der Berufswahl.

Die Wunschberufe der Jugendlichen sind seit vielen Jahren unverändert. So entscheiden sich viele junge Menschen für eine Ausbildung zum Verkäufer, Einzelhandelskaufmann, Kfz-Mechatroniker, Kaufmann für Bürokommunikation oder Fachlagerist. Auf den ersten zehn Plätzen der Wunschberufe befinden sich weiterhin der Verwaltungsfachangestellte, Mechatroniker, Koch, Industriekaufmann und der Fachinformatiker. Auffällig ist, dass sich jeder dritte Jugendliche für einen dieser Wunschberufe entschieden hat. Damit haben sich nur 64 Prozent (10.547 Jugendliche) auf einen anderen, der insgesamt 350 Ausbildungsberufe festgelegt.

Und auch in anderen Berufen gibt es sehr gute Chancen auf einen Lehrvertrag. So stehen zum Beispiel für die Berufe Fleischereifachverkäufer, Verfahrensmechaniker, Fachkraft Lebensmitteltechnik, Dachdecker und den Verfahrensmechaniker mehr als zehn freie Lehrstellen pro Bewerber gegenüber.

Deshalb sollten Jugendliche zu ihrem Wunschberuf auch Alternativen entwickeln. Oft liegt der Schlüssel für einen erfolgreichen Berufseinstieg direkt vor der Tür, zum Beispiel hinter einer ungewohnten Berufsbezeichnung oder in einem kleinen oder weniger bekannten Betrieb.

Bei der Berufsberatung vor Ort gibt es für Jugendliche Hilfe und Unterstützung rund um das Thema Ausbildung und Beruf. Über die Hotline der Bundesagentur für Arbeit können die Jugendlichen einen Termin mit ihrem Berufsberater vereinbaren – auch in Begleitung ihrer Eltern.

(Quelle: Bundesagentur für Arbeit)