Bäcker auf Abwegen: Zigarettenschmuggel und -handel als Zubrot

Wie das Zollfahndungsamt Dresden heute meldete, wurden am Donnerstag rund 35.000 Stück unverzollte und unversteuerte Zigaretten bei der Durchsuchung der Wohn- und Geschäftsräume eines 42 Jahre alten Bäckers gefunden.

Der Mann, der eine Bäckerei und einen Getränkehandel betreibt, schmuggelte die Zigaretten nach eigenen Angaben seit etwa einem Jahr selbst ein und verkaufte sie in seinen Geschäftsräumen.

Aufgrund der aufgefundenen Beweismittel und der Aussagen des Beschuldigten geht das Zollfahndungsamt Dresden derzeit von einem Tatumfang von rund 230.000 Stück unverzollten und unversteuerten Zigaretten aus. Der durch den Geschäftsmann zu begleichende Steuerschaden beläuft sich damit auf rund 40.000 Euro.

Ins Rollen gebracht hatten die Ermittlungen besorgte Eltern, denn der Bäcker hatte die Zigaretten auch an minderjährige Schüler einernahegelegenen Schule verkauft. Die Eltern waren damit ganz und gar nicht einverstanden und wandtensich unter anderem an die Schule, die den Sachverhalt der örtlichenPolizeidienststelle übergab.

Diese schaltete das Zollfahndungsamt Dresden ein. Auch der Käufer unverzollter und unversteuerter Zigaretten begeht eine Steuerstraftat: Für Steuerhehlerei sieht die Abgabenordnung Geldstrafe oderFreiheitsstrafe bis zu fünf Jahren vor.

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