Bahn frei für Chemie an der TU Dresden!

Das Sächsische Finanzministerium übergibt am Donnerstag nach dreijähriger Bauzeit den zweiten Gebäudeteil des Neubaus der Chemischen Institute der TU Dresden. Der erste Bauabschnitt war 2001 fertiggestellt worden. +++

Zentraler Platz für Chemische Forschung und Lehre an der TU Dresden 

Mit Beendigung des zweiten Bauabschnitts ist nunmehr der Wettbewerbsentwurf von 1994 zur Neubebauung entlang der Bergstrasse im Kernbereich der TU Dresden umgesetzt. Finanzminister Prof. Dr. Georg Unland erklärte aus diesem Anlass: „Mit der Fertigstellung der neuen Institute werden die Bedingungen für Forschung und Lehre weiter verbessert. Dies unterstützt die Bewerbung der TU Dresden im Rahmen der dritten Runde der Excellenzinitiative. Ich bin sehr zuversichtlich, dass die Dresdner Universität angesichts ihrer hervorragenden Forschung und ausgezeichneten Lehre dauerhaft in die Liga der deutschen Spitzenuniversitäten aufrückt.“
Insgesamt sind seit 1991 bis 2009 vom Freistaat Sachsen mehr als 3 Milliarden Euro für bauliche Maßnahmen in die Einrichtungen der sächsischen Hochschullandschaft investiert worden. Davon belief sich der Anteil für die Universität Dresden auf 1 Milliarde Euro (mit Bereich Medizin).

„Um den führenden Platz Deutschlands auf dem Gebiet der Chemie, speziell der chemischen Industrie behaupten zu können, bedarf es für die Ausbildung als auch für die Forschung einer modernen Ausstattung der Labore. Mit der Fertigstellung des Neubaus ist die Ausbildung der Chemiker jetzt nahezu in einem Gebäude konzentriert, die Arbeitsbedingungen in den Laboren konnten deutlich verbessert werden, was sich auf die Bachelor- und Masterstudiengänge sowie auf bereits laufende und neue Forschungsprojekte auswirken wird“, so Staatssekretär Hansjörg König heute anlässlich der Bauübergabe.

Die von Bund und Freistaat Sachsen für den zweiten Bauabschnitt getragenen Kosten betragen rund 41 Millionen Euro. In modern ausgestatteten Büro-, Seminar-, Praktika- und Laborräumen, einer großen zweigeschossigen Versuchshalle, zwei naturwissen-schaftlichen Hörsälen und einer zentralen Chemikalienver- und -entsorgung werden optimale Bedingungen für Arbeit, Forschung und Lehre geschaffen.

Der neue Gebäudeteil schließt unmittelbar an den ersten Bauabschnitt an und schafft außerdem eine interne Verbindung zum Walther-Hempel-Bau. Im Ostflügel sind im Untergeschoss und Erdgeschoss die beiden naturwissenschaftlichen Hörsäle für 100 bzw. 200 Personen eingeordnet. Eine gläserne Trennwand schützt die Studenten bei gefährlichen Experimenten. Explosionssichere sogenannte Autoklavenräume schützen bei besonders riskanten Forschungsarbeiten. Verbindendes Element zwischen beiden Bauabschnitten ist eine Passage, die sich zum Atrium hin öffnet. Dieses bildet gemeinsam mit dem Grünhof den Mittelpunkt des Gebäudekomplexes. Der erste Bauabschnitt des Neubaus der Chemischen Institute war bereits 2001 übergeben worden. Er kostete 34 Millionen Euro.

Die Kunstinstallation »Spektralsymphonie der Elemente« schuf der Berliner Künstler Roland Fuhrmann. Zahlreiche Röhren aus farbigem Glas stellen die Spektralanalyse der 99 Elemente des Periodensystems dar. Sie schweben über dem öffentlichen Bereich des Gebäudekomplexes. Die Farbwahrnehmung verändert sich beim Durchschreiten der Passage, die Spektrallinien vermischen sich und gehen neue chemische Verbindungen ein.

Weitere Daten zum 2. Bauabschnitt:
Hauptnutzfläche: rund 6.900 Quadratmeter
Architekten: Architekturgemeinschaft Klein, Sänger, Scheer und Dömges + Partner/München
Projektleitung: Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement,

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