Bahn hat für den Winter aufgerüstet

Leipzig (dapd-lsc). Einem möglichen schneereichen Winter will die Deutsche Bahn in der Region Südost mit einem massiven Ausbau von Abtaukapazitäten die Stirn bieten.

An den Standorten Dresden, Erfurt, Halle und Magdeburg seien zusätzliche Abtauzelte errichtet und mit 25 Heißluftgebläsen ausgerüstet worden, um Züge möglichst schnell wieder einsatzbereit zu machen, teilte die Bahn am Freitag in Leipzig mit. In der Messestadt selbst würden ICE-Züge in der dortigen ICE-Werkstatt enteist.

Zudem stünden in diesem Winter 14 Schneeräumfahrzeuge zur Verfügung, die von sogenannten Spurloks ergänzt werden könnten, die bei leichten Schneeverwehungen zum Einsatz kommen. Zahlreiche Weichen seien mit Heizungen ausgestattet worden, um dort ein Einfrieren zu verhindern. Um sicherstellen zu können, dass auch das Vorheizen der Triebfahrzeuge garantiert ist, werden den Angaben zufolge zusätzliche Lokführer als „Frostwache“ eingesetzt.

Um die Schneeberäumung auf Schienenwegen und an Bahnhöfen abzusichern, sollen zusätzliche Mitarbeiter bereitstehen. Wie viele dies in der Region Südost sein werden, konnte Bahnsprecher Jörg Bönisch nicht sagen. Bundesweit sollen es 16.000 sein. Auch über die Investitionen für die Wintervorbereitung in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen gibt es nach seinen Worten keine detaillierten Zahlen. „Insgesamt sind es in Deutschland mehr als 70 Millionen Euro“, erklärte Bönisch.

Um zu vermeiden, dass es wie im vergangenen Jahr zu Behinderungen durch herabstürzende Äste und Bäume kommt, wurde zahlreiche Baumschnittmaßnahmen vorgenommen. Auf insgesamt rund 600 Kilometern Bahnstrecken in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen seien auf sechs Meter Breite links und rechts der Gleise Bäume zurückgeschnitten worden. Mit zusätzlichen Schneefangzäunen sollen zudem Schneeverwehungen verhindert werden.

dapd

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