Leipzig – Chemnitz Planungen der Elektrifizierung werden konkreter

Leipzig - Der sächsische Verkehrsminister Martin Dulig (SPD) und Eckart Fricke, Konzernbevollmächtigter der Deutschen Bahn für Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen haben am Freitag eine ergänzende Planungsvereinbarung für den Ausbau und die Elektrifizierung der Eisenbahnstrecke Chemnitz-Leipzig unterzeichnet. Damit nehmen die Pläne für die Elektrifizierung und den Streckenausbau eine weitere Hürde.

„Die heutige Vertragsunterzeichnung und die bevorstehende Projektaufwertung innerhalb der Bundesverkehrswegeplanung ist eine wichtige Weichenstellung, um Chemnitz und die Region Südwestsachsen wieder an den Fernverkehr anzubinden. Ich freue mich sehr, dass sich die vielfältigen Bemühungen aller beteiligten Akteure für den Ausbau und die Elektrifizierung auszahlen. Wir sind auch als Freistaat Sachsen bereit, die Planungskosten zu übernehmen bzw. vorzuschießen. Immerhin haben wir dafür zehn Millionen Euro im aktuellen Haushalt bereitgestellt“, so Verkehrsminister Martin Dulig.

Eckart Fricke: „Die Vereinbarung schafft die Voraussetzungen, die Pläne für die Elektrifizierung und den Streckenausbau zwischen Chemnitz und Leipzig voranzutreiben, dass bei gegebener Finanzierungsfähigkeit des Projektes keine Zeit verloren geht.“

Hintergrund:

Im Juni dieses Jahres hatte die Deutsche Bahn AG mitgeteilt, dass es für die weiterführende Planung zum Ausbau und zur Elektrifizierung der Strecke Chemnitz - Leipzig grünes Licht gibt. Mit der bevorstehenden Projektaufwertung vom „Potenziellen Bedarf“ des Bundesverkehrswegeplans in den „Vordringlichen Bedarf“ können nun die Grundvoraussetzungen geschaffen werden, um perspektivisch einen Fernverkehr zwischen Chemnitz und Leipzig zu etablieren.
Mit der 2014 abgeschlossenen Vorplanung der Strecke Chemnitz-Leipzig wurde bereits der notwendige Ausbaubedarf konkretisiert und es wurden die Weichen für die weiteren Planungen gestellt. Dafür hat der Freistaat Sachsen rund 2,4 Millionen Euro investiert. Die Planungen zum Vorhaben werden nun durch die DB AG im Auftrag des Freistaates Sachsen weiterverfolgt.
Wie bereits bei der Erstellung der Vorplanung ist der Freistaat bereit, in Vorkasse für die anstehenden Planungsleistungen zu gehen. Die Kosten für den beginnenden „Technischen Vorentwurf“ belaufen sich auf rund zehn Millionen Euro. Über eine Machbarkeitsstudie wird der Freistaat Sachsen in diesem Zusammenhang auch gleichzeitig die Anbindung von Rochlitz an das Mitteldeutsche S-Bahn-Netz über Narsdorf prüfen und in die Planungen einbinden.

Text: Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr