Ballettmatinee

Die Chemnitzer Ballettcompany präsentiert sich ihrem Publikum heute in einer Woche noch einmal mit einer Premiere.

„Bolero“ – so lautet der Titel des Tanzabends, bei dem neben Ballettchef Lode Devos auch zwei Gastchoreographen Einblick in ihre Arbeit geben. Annabelle Lopez Ochoa hat sich für ihre Choreographie wohl einen der eindringlichsten Texte des christlichen Glaubens ausgewählt.

Das mittelalterliche Gedicht “Stabat Mater“ erzählt von der leidenden Maria im Angesicht des gekreuzigten Sohnes und verweist gleichzeitig auf die Schuld eines jeden einzelnen Gläubigen. Viele bedeutende Komponisten haben die Texte vertont, die wohl berühmteste Fassung aber stammt von Giovanni Battista Pergolesi.

Zu seinen eindringlichen Klängen erweckt Annabelle Lopez Ochoa – inspiriert von der Renaissance-Malerei – sakrale Tanz – Bilder zum Leben, die immer wieder neu entstehen und so eine eigene Geschichte erzählen. Ganz und gar weltlich kommt der zweite Teil des Ballettabends daher.
„Walking Mad“ von Johan Inger beschreibt eine lebendige Beziehungs-geschichte, in der drei Frauen den Männern ihres Lebens begegnen.

Zelebriert wird hier der „Geschlechterkampf“ in all seinen Facetten – von schwärmerisch-verliebt bis brutal-eifersüchtig. In seiner skurrilen Komödie balanciert der Choreograph zwischen reinem Tanz und theatralen Effekten. Angetrieben werden die oft bizarren und surrealen Situationen dabei vom faszinierenden Rhythmus des Bolero von Maurice Ravel.

Premiere für den Tanzabend ist am 4. Juni, bereits am Samstag gibt es dazu im Opernhaus eine Ballettmatinee. Beginn ist 11.00 Uhr, der Eintritt ist frei.

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