Reformationsausstellung endet – Hier lagert das Hauptstaatsarchiv die Exponate ein

Dresden – Einzigartige historische Dokumente rund um Martin Luther zeigt das Hauptstaatsarchiv Dresden seit Herbst 2017. Nur noch bis Donnerstag können Besucher die selten ausgestellten Stücke entdecken – darunter auch die weltberühmte Bannandrohungsbulle. Danach werden die Exponate wieder im Magazin des Hauptstaatsarchivs vor Umwelteinflüssen geschützt eingelagert. Referatsleiter Peter Wiegand hat Jonathan Wosch seltene Einblicke in das Archiv des Freistaats gegeben.

Zur Finissage der Reformationsausstellung im Hauptstaatsarchiv Dresden findet am Donnerstag, dem 11. Januar 2018, 17 Uhr, ein Vortrag statt. Dr. Christoph Volkmar (Universität Leipzig) spricht zum Thema „Luther als Hussit. Herzog Georgs Sicht auf den Wittenberger Reformator und die Folgen“. Im Anschluss an den Vortrag besteht für die Zuhörer letztmalig die Gelegenheit, an einer Führung durch die Ausstellung teilzunehmen. Der Eintritt ist frei!

Unter dem Titel „Verbrannt? Luther, Herzog Georg und die Bannandrohungsbulle“ widmet sich die Reformationsausstellung im Hauptstaatsarchiv Dresden einem der bekanntesten Dokumente aus dem Leben Martin Luthers: Es ist die berühmte Bannandrohung Papst Leos X., die der Reformator am 10. Dezember 1520 in Wittenberg als Zeichen seines Bruchs mit Rom verbrannte. Die Schau erzählt Vorgeschichte und Wirkung der Verbrennungstat Luthers aus der Perspektive Herzog Georgs von Sachsen, eines der schärfsten Gegner der Reformation.