Barbara Lässig: “Unser Eigengewächs Thabo-Umasai wegzugeben ist unverzeihlich“

Es sei unverzeihlich im 150. Jahr des Bestehens unseres Zoologischen Gartens einen Elefanten abzugeben, der als erster Elefant in unserer Stadt geboren ist und das als Erfolg der ersten künstlichen Besamung in Deutschland. +++

Die  kulturpolitische Sprecherin der FDP-Fraktion und Mitglied im Aufsichtsrat des Zoos erklärt weiter:

„Wir Aufsichtsräte wurden schon seit Geburt des kleinen Elefanten vom Revierpfleger der Elefantengruppe darüber informiert, dass sich bezüglich der artgerechten Elefantentierhaltung etwas in unserem Zoo tun müsse. Wegen des „angeblich“ komplizierten politischen Themas haben wir es aus falsch verstandener „Rücksicht“ unterlassen, gleich richtig loszulegen.
Erst haben wir viel zu lange gewartet, um mit dem Ansinnen einer geringen Zooerweiterung die Voraussetzung für eine Bullenhaltung zu schaffen. Und seit zwei Jahren werden wir von den entsprechenden Ämtern in der Verwaltung im Stich gelassen. Das „scheinheilige“ Getue um die jetzige, nunmehr abgespeckte Flächenarrondierung des Dresdner Zoos durch die Bürgermeister und die Stadträte grenzt für mich schon an „Heuchelei“.
Monatelang wird der FDP-Antrag auf eine kleine Zooerweiterung (jetzt nur noch Flächenarrondierung) innerhalb der Ausschüsse hin und hergeschoben.
Die Verwaltung war meist unvorbereitet, der Geschäftsführer und Vorsitzende des Zoofreundevereins wurden zu den Vorortterminen oder den Ausschusssitzungen gleich gar nicht eingeladen und jedes Mal saugt man sich irgendetwas aus den Fingern, warum dieses wichtige Anliegen der „artgerechten Elefantentierhaltung“ in Dresden nicht erfüllt werden kann.

Auch wenn unser kleiner Thabo die jetzigen Elefantendamen des Dresdner Zoos noch nicht hätte decken können (unsere Elefantenkühe sind für Thabo schon zu alt), so hätte er mit einem neuen Bullengehege hier bleiben können und man hätte ihm in einigen Jahren eine altersgerechte Elefantenkuh zur Seite stellen können. Außerdem hätte Thabo bestimmt auch von Dresden aus, für eine künstliche Besamung andere Elefantenkühe im In- und Ausland in Frage kommen können. Schließlich ist er selbst durch künstliche Besamung entstanden.

Um die jetzigen Elefantendamen zu decken, hätte man sich einen Elefantenbullen für unseren Zoo anschaffen oder ausleihen können. Aber dafür hätte es eben zweier Bullenställe bedurft.“

Sie schließt mit den Worten „Leider ist es wie bei so vielem in Dresden: uns wird immer nur erklärt, was nicht geht… aber fast NIE, wie es gehen könnte. Als FDP-Fraktion werden wir aber trotzdem weiter für eine artgerechte Elefantierhaltung in Dresden kämpfen, denn für uns gehören Elefanten in den Dresdner Zoo.“

Quelle: FDP-Fraktion im Dresdner Stadtrat

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