Barocke Pracht im Residenzschloss entsteht neu

Dresden - Das Dresdner Residenzschloss ist eines der ältesten Gebäude der Stadt. Mehr als 600 Jahre prägt es nun die Historie der Elbmetropole und befindet sich deshalb seit den 80er Jahren im Wiederaufbau. Aktuell laufen die Bauarbeiten im Westflügel auf Hochtouren. Am Mittwoch stattete der sächsische Ministerpräsident dem Prunkpalast einen Besuch ab.

Die Paraderäume im Westenflügel wurden einst von August dem Starken für die Hochzeit seiner Enkeltochter Maria Josepha von Sachsen errichtet. Im Residenzschloss fand im September 1719 die wohl größte Feier Europas statt. Seit 2016 werden die Paraderäume - sprich: das Audienz- sowie das Schlafgemach - nach den ursprünglichen Plänen von Daniel Pöppelmann und Raymond Leplat wiederhergestellt. Die Fertigstellung soll pünktlich zum 300-jährigen Hochzeitsjubiläuzm im nächsten Jahr abgeschlossen sein. Knapp 34,4 Millionen Euro werden in die Paraderäume investiert.

© Dresden Fernsehen

Insgesamt kostet der Wiederaufbau des Residenzschlosses rund 382 Millionen Euro. Als Rekonstruktionsgrundlage für ein möglichst authentisches Zeitbild dienen Zeichnungen, Kupferstiche, historische Bauunterlagen oder fotografische Belege. Gegenwärtig werden Rohbau und Zimmerarbeiten fertiggestellt. Parallel laufen die Restaurierung der Goldtextilien oder der historischen 84 Platten im langen Gang. Hier stecken knapp 14 Arbeitstage in einer Platte. Zudem wurden damals mehr als  1,5 Kilometer Seidensamt und 3,5 Kilometer Goldtressen verarbeitet. Das Highlight des Westflügels bildet ein sächsischer Thron.

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