Basketball: Bühnenreifer Sieg der Dresden Titans trotz Schauspielstar Max Kidd

Am Sonntag verteidigten die Dresden Titans ihre Tabellenführung mit einem 77:94 gegen DJK McCafe Schweinfurt. +++

Selbst ein Überraschungsgast konnte die Dresden Titans bei ihrem Gastspiel am Sonntagnachmittag in Schweinfurt nicht ins Straucheln bringen.

Obgleich die Franken für das Topspiel der 2. Regionalliga gegen den Spitzenreiter mit Aufbau- und mittlerweile auch Schauspieler Max Kidd (spielte die Hauptrolle im Film „Hangtime“) erstmals in dieser Saison ein Ass aus dem Ärmel zogen, das sie letztes Jahr noch zur Vizemeisterschaft geführt hatte, setzten sich am Ende dennoch die Gäste aus der Sächsischen Landeshauptstadt souverän durch.

Vor 250 Zuschauern fuhren die „Titanen“ mit dem 94:77 (43:41) in der Georg-Wichtermann-Halle ihren elften Sieg in Serie ein und behaupteten somit weiter Tabellenrang eins. Jedoch spiegelte der deutliche Endstand nach umkämpften 40 Spielminuten nicht unbedingt den Verlauf der Partie wieder. Denn vor allem in den ersten beiden Vierteln lieferten sich beide Mannschaften zunächst ein ausgeglichenes Duell, was nicht zuletzt daran lag, dass die Gäste in den Anfangsminuten nicht nur mit den kühlen Temperaturen in der Halle, sondern auch mit der „weichen“ Körbanlage haderten. Somit sahen sich Robert Haas & Co. nach sieben Minuten zunächst mit 6:12 in Rückstand ehe sie durch einen 11:3-Lauf zum Ende des ersten Viertels endgültig in die Partie fanden und mit einer Zwei-Punkte-Führung in die erste Pause gingen. Lang währte der knappe Vorsprung allerdings nicht, denn abgepeitscht von der beachtlichen Kulisse wehrten sich die Hausherren nach besten Kräften.

Bis zur Halbzeit entwickelte sich ein munterer Schlagabtausch, bei dem die Führung hin und her wechselte. Kurz vor der Halbzeitsirene sorgte Titans-Top-Scorer Geog Dölle mit zwei seiner insgesamt 34 Punkte dafür, dass der Spitzenreiter erneut mit zwei Zählern in Front liegend in die Kabinen ging. Dort stimmte Trainer Thomas Krzywinski seine Schützlinge für auf einen Taktikwechsel in der eigenen Verteidigung ein. Nachdem der Coach zunächst auf eine Mann-Verteidigung setzte, ließ er nach dem Seitenwechsel auf eine Zonenverteidigung umstellen. „Wir wussten aus dem Hinspiel, dass die Schweinfurter mit Zonenverteidigung nicht ganz so gut zurechtkommen“, begründete Krzywinski hinterher seinen entscheidenden Schachzug. Denn in der Tat, die Hausherren bekamen nach dem Seitenwechsel zunehmend Probleme.

Während die Titans mit schnellem Fast-Break-Spiel das Tempo anzogen, mussten sich die Schweinfurter jeden Punkt hart erarbeiten. Konnten die Gastgeber im dritten Viertel einen 49:58-Rückstand (30. Min.) durch zwei spektakuläre Dreier noch einmal egalisieren, fanden sie im Schlussabschnitt kein Mittel mehr gegen eine mittlerweile entfesselt spielende Dresdner Mannschaft. Nach einem Dreier durch Sebastian Schmieder gefolgt von einem krachenden Tip-Dunk durch Georg Dölle sorgten Robert Haas und Sebastian Matthes mit jeweils zwei weiteren Zählern in der 34. Spielminute erstmals für eine zweistellige Führung  der Titans (69:59), die diese fortan nicht mehr hergaben.

„Es war beeindruckend, wie fokussiert und abgezockt die Jungs zu diesem Zeitpunkt davon gezogen sind“, lobte Titans-Coach Krzywinski nach Spielende den Auftritt der eigenen Schützlinge, äußerte im selben Atemzug aber auch seinen Wunsch, „dass wir jede Partie so konzentriert angehen sollten, auch wenn der Gegner mal nicht Schweinfurt oder Chemnitz heißt.“
Ob ihm seine Schützlinge diesen Wunsch erfüllen, wird sich schon beim nächsten Heimspiel am kommenden Sonntag um 16 Uhr zeigen. Dann empfangen die „Titanen“ in der Margon Arena das Tabellenschlusslicht, den FSV Jena. Die Thüringer kommen mit breiter Brust nach Elbflorenz, glückte ihnen doch am Sonntag mit einem 76:69 über die SG Adelsberg der erste Saisonsieg.

Quelle: Dresden Titans e. V.

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