Basketball: BV Chemnitz 99 mit dritter Niederlage in Folge

Die Zweitliga-Basketballer der BV Chemnitz 99 kommen im neuen Jahr einfach nicht in Schwung.

Im siebten Spiel 2013 kassierte die BV Chemnitz 99 bereits die fünfte Niederlage und muss folgerichtig wieder kräftig um die Playoffs zittern.

Nach einer äußerst dürftigen Vorstellung bei den Crailsheim Merlins hieß es am Samstagabend letztlich 71:82, wodurch auch noch der direkte Vergleich mit dem langjährigen Rivalen verloren ging, was sich bei Punktgleichheit negativ auswirken könnte.

„Ich möchte mich bei den ganzen mitgereisten Fans für diese Leistung entschuldigen. Wir haben heute viel zu viele Fehler gemacht und hatten den Sieg in keiner Phase der Partie verdient“, gestand der sichtlich angeschlagene BV-Cheftrainer Felix Schreier wenige Minuten nach Spielende.

Schon das Startviertel deutete trotz einer zeitigen 6:4-Führung an, dass diese Partie nicht nach dem Geschmack der BV-Korbjäger und ihrer rund 50 Anhänger verlaufen würde. Denn in der Folge gelang es den NINERS, deren Steckenpferd normalerweise eine starke und kompromisslose Defensive ist, nicht, die Merlins effektiv zu stoppen.

So ließ man in den ersten zehn Minuten bereits 25 Zähler zu, während das Schreier-Team selbst nur deren 18 erzielte. Im zweiten Viertel wurde die Verteidigung spürbar intensiviert und nach einem Dreier von Robert Cardenas rückte Chemnitz wieder bis auf 30:33 heran. Doch auch dieses kleine Momentum wurde wieder verschenkt, als man in den verbleibenden drei Minuten bis zur Halbzeitpause keinen einzigen Treffer erzielte. Die Quittung dafür gab es dann durch einen erneuten Offensivrebound von Stevie Johnson, der letztlich zu einem Buzzerbeater-Dreier seines Crailsheimer Teamkollegen Philipp Friedel und zum 30:38-Halbzeitrückstand führte.

Friedel war es auch, der nach fünf gespielten Minuten im dritten Viertel mit seinem nächsten Dreier die bis dahin größte Führung der Gastgeber herstellte (48:38). Kurz darauf kam es vor dem Chemnitzer Fanblock zu einer äußerst unschönen Szene, als Crailsheims Jonathan Moore von einem BV-Anhänger mit Bier bespritzt wurde. Daraufhin schleuderte der Deutsch-Amerikaner den Ball ins Publikum und kassierte hierfür ein technisches Foul. Dies nutzten Jorge Schmidt und John Bynum, um die NINERS wieder bis auf 43:48 heranzubringen, aber die Antwort der Hausherren ließ nicht lang auf sich warten. Begünstigt durch schlechte Wurfauswahl, mäßige Verteidigung und schläfriges Reboundverhalten des BV-Teams gelang Crailsheim ein 6:0-Lauf und zum Viertelende betrug die Differenz zwischen beiden Mannschaften dann sogar schon zwölf Zähler (59:47).

Im Schlussabschnitt versuchten sich die NINERS noch einmal aufzubäumen und kamen durch Takumi Ishizaki zwischenzeitlich bis auf acht Zähler heran (53:61). Doch Friedel und Michael Rose erstickten per Dreier und Dunk die Chemnitzer Aufholjagd gleich im Keime. Nachdem Rose vier Minuten vor Schluss einen weiteren Wurf vom Perimeter zum 74:58 verwandelte, war die Partie endgültig entschieden. Zwar konnte das BV-Team anschließend noch einmal auf 70:79 verkürzen, wodurch zumindest der Gewinn des direkten Vergleiches wieder in Reichweite rückte, weil man das Hinspiel ja mit 80:71 für sich entschied. Doch es passte zu diesem völlig verkorksten Abend, dass letztlich auch dieses Minimalziel verpasst wurde und nur die 1.100 Crailsheimer Zuschauer einen Grund zum Jubeln hatten

„Wir trafen nicht einmal 40 Prozent aus dem Feld, produzierten 18 Ballverluste, gestatteten Crailsheim zehn Offensivrebounds und über 60 Prozent Trefferquote aus dem Zweierbereich. Da muss man sich über das Ergebnis nicht wundern“, nannte Schreier die knallharten Fakten für die nunmehr zehnte Saisonniederlage der NINERS.

Der Vorsprung auf die Nicht-Playoff-Plätze ist mittlerweile auf einen einzigen Sieg zusammen geschrumpft und so muss im nächsten Heimspiel gegen Leipzig unbedingt wieder ein Sieg um nicht aus den Playoff-Plätzen zu rutschen.

Statistik NINERS: Cardenas (14 Punkte), Lawson (14), Ishizaki (12), Jones (6), Bynum (5), Stachula (5), Rosenthal (3), Obiango (2)

Quelle: NINERS