Basketball: BV Chemnitz 99 verpflichtet Trainer Kai Buchmann

Bis zum Start der Basketballsaison 2013/14 sind es noch fünf Monate, doch die Vorbereitungen auf das neue Spieljahr laufen bei der BV Chemnitz 99 bereits auf Hochtouren.

So können Sachsens erfolgreichste Korbjäger schon jetzt die Verpflichtung des neuen Assistenztrainers Kai Buchmann verkünden.

Der 32-Jährige Berliner war in der abgelaufenen Saison Headcoach des ProB-Ligisten RSV Eintracht Stahnsdorf, mit dem er am letzten Spieltag der Playdownrunde den Klassenerhalt schaffte. Buchmann unterschrieb bei den NINERS einen Vertrag über zwei Jahre und wird Anfang Juli nach Chemnitz ziehen.

„Kai bringt viel Erfahrung als Co- und Cheftrainer auf Nachwuchs- sowie ProB-Ebene mit. Deshalb hoffen wir, dass er Headcoach Felix Schreier bei dessen täglicher Arbeit maßgeblich unterstützen und uns zudem im Bereich des Individualtrainings weiter voranbringen kann. Nachdem wir letzte Saison keinen Assistenztrainer hatten, ist dies ein wichtiger Schritt der kontinuierlichen Professionalisierung“, betont BV-Geschäftsführer Rayk Lorz.

Buchmann kam als Jugendlicher vom Schwimmen zum Basketball und machte dort seine ersten Schritte beim ehemaligen DDR-Serienmeister ADW Berlin. Schon frühzeitig zeichnete sich eine Trainerlaufbahn ab, als er die Landesauswahl Brandenburgs coachte. Im Jahr 2002 übernahm der Berliner schließlich die U16-Mannschaft des RSV Eintracht Stahnsdorf und wurde schon ein Jahr später Assistenztrainer des Herrenteams.

In dieser Funktion feierte Buchmann 2005 und 2006 den Durchmarsch von der 2. Regionalliga bis zur ProB, wo die RSV-Senioren seit nunmehr sieben Jahren spielen und dabei auch zweimal die Playoffs erreichten. Parallel war der B-Lizenz-Inhaber auch als Cheftrainer für verschiedene U16- und U19-Teams der Talentschmiede IBBA Berlin tätig, mit denen er mehrere Final-Four-Teilnahmen und als größten Erfolg den JBBL-Meistertitel 2010 errang.

Im Seniorenbereich durfte Buchmann lange Zeit vom erfahrenen RSV-Coach Vladimir Pastuschenko lernen, bis die Stahnsdorfer im Herbst letzten Jahres einen echten Fehlstart hinlegten. Nach fünf Niederlagen in den ersten fünf Partien wurde Buchmann zum Cheftrainer befördert und konnte trotz einer durchwachsenen Saison immerhin noch den Klassenerhalt feiern.

Erste Kontakte zu BV-Coach Felix Schreier entstanden bereits als dieser 2011 Torsten Loibl auf dem Chemnitzer Trainerstuhl beerbte und wurden in der Folge weiter vertieft. Am 15. Spieltag der abgelaufenen Saison war Buchmann dann schließlich auch in der Richard-Hartmann-Halle zu Gast und durfte den emotionalen 77:65-Heimsieg der NINERS gegen Gotha miterleben.

„Das war eine beeindruckende Atmosphäre und auch sonst habe ich beispielsweise von Berlinern wie Alexander Rosenthal viel Gutes über Chemnitz gehört“, nennt Buchmann einige Gründe, warum er sich für den Wechsel zur BVC entschied. Darüber hinaus seien auch die familiären Verhältnisse innerhalb des Vereins und das Potential entscheidend gewesen:

„Ich glaube, dass man in Chemnitz noch viel bewegen kann und auf diese Herausforderung freue ich mich. Ebenso wie auf die Arbeit mit Felix. Wir haben uns menschlich sofort gut verstanden, ich schätze seine fachliche Kompetenz und hoffe, mit ihm gemeinsam an die Erfolge der letzten Jahre anknüpfen zu können.“

Auch Schreier selbst sieht der Zusammenarbeit äußerst positiv entgegen: „In der ProA kann man als Coach auf lange Sicht nicht alles allein bewältigen. Deshalb war es immer unser Ziel, noch einen Assistenztrainer zu holen. Kai und ich passen auf fachlicher und menschlicher Ebene gut zusammen. Er wird mich bei all meinen Aufgaben unterstützen, bringt Erfahrung sowie neue Ideen mit und soll außerdem gerade im Bereich des Individualtrainings intensiv mit jüngeren Spielern oder US-Rookies zusammenarbeiten.“

Hinsichtlich der langfristigen Professionalisierung im Herren- und Nachwuchsbereich ist es besonders erfreulich, dass Buchmanns Verpflichtung nicht zu Lasten einer der drei neu geschaffenen hauptamtlichen Jugendtrainerstellen geht.

„Wir brauchen Coaches, die explizit Nachwuchsteams betreuen, aber auch Trainer, die im Profibereich talentierte Spieler zielgerichtet weiterentwickeln und den Headcoach entlasten“, begründet Lorz den Entschluss, in beiden Bereichen der BV Chemnitz 99 personell aufzustocken.
Daneben gilt es aber auch, eine schlagkräftige ProA-Mannschaft aufzustellen. Deshalb befinden sich die Verantwortlichen der NINERS aktuell in Gesprächen mit alten Spielern und neuen Kandidaten. Erste Unterschriften sollen nach Wunsch bereits in einigen Wochen erfolgen.

Quelle: BV Chemnitz 99