Basketball: Dresden Titans fliegen statt siegen

Dresden Titans verlieren ihr zweites Auswärtsspiel in Folge beim VfL Treuchtlingen mit 78:97. Drei Dresdner Spieler wurden disqualifiziert . +++

Das Kräftemessen zwischen den Basketballern der Dresden Titans und dem VfL Treuchtlingen bleibt auch bei seiner zweiten Auflage ein brisantes Duell. Insgesamt 67 Fouls für die Spieler beider Mannschaften, die zu satten 87 Freiwürfen auf beiden Seiten führten, belegten am Samstag abermals einen intensiv geführten Schlagabtausch, der mit 78:97 (33:37) zuungunsten der „Titanen“ ausfiel. Und das obwohl die Gäste in einem beachtlichen Hexenkessel vor gut 600 Zuschauern über dreieinhalb Viertel ebenbürtig waren, ehe eine Reihe von strittigen Entscheidungen der Schiedsrichter die Partie entschied.

Gleich zu Beginn des Aufsteigerduells entwickelte sich ein zäher Wettlauf um die Punkte. So versenkte Titans-Center Andreas Endig den ersten Korb der Partie erst nach eineinhalb Minuten. Der 1,97-Meter-Hüne war den Treuchtlinger Anhängern noch vom Hinspiel in schlechter Erinnerung, was sie mit einem gellenden Pfeifkonzert bei jedem seiner Ballkontakte quittierten. Das Schiedsrichtergespann schien mit zahlreichen Foulpfiffen das Überschwappen der gespannten Atmosphäre von den Rängen aufs Parkett verhindern zu wollen. Dies hatte jedoch zur Folge, dass der Spielfluss beider Mannschaften ins stottern geriet.

Auch in den finalen Spielabschnitten bekamen die Zuschauer so kein schönes Match zu sehen. Zahlreiche Fehlpässe und Unkonzentriertheiten auf beiden Seiten verhinderten einen dynamischen Schlagabtausch. Die Gastgeber besaßen beim Ringen um Punkte das glücklichere Händchen und lagen so kontinuierlich haudünn in Front. Dennoch konnten sich die mitgereisten Titans-Fans zu Beginn des letzten Viertels noch berechtigte Hoffnungen auf einen Sieg machen. Allerdings haderten die Teams nach wie vor mit den zahlreichen Pfiffen der Unparteiischen, die das Spiel dadurch an die Freiwurflinie verlagerten. 55 Mal durften sich die Treuchtlinger dort versuchen, die Titans nur 32 Mal!!!

Vier Minuten vor Ende kochten schließlich die Emotionen hoch. Bei ausgeglichenen Spielstand hatte Titans-Coach Thomas Krzywinski höflich die Unparteiischen um eine Erklärung für eine Serie strittiger Foulpfiffe gegen seine Schützlinge gebeten. Diese antworteten mit einem technischen Foul, dem prompt ein zweites folgte, wodurch der Coach der Halle verwiesen wurde. Die aufgebrachte Stimmung schwappte auch auf die Spieler über. Dabei mussten auch Kai Hänig und Andreas Endig einsehen, dass argumentieren nichts bringt. Wie Krzywinski wurden die Dresdner Korbjäger ebenfalls disqualifiziert, wodurch die Treuchtlinger Baskets mit 12 Freiwürfen binnen einer Minute uneinholbar davonzogen.

Quelle: Dresden Titans

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