Basketball: Overtime-Krimi entscheidet das Sachsenderby

Dresden Titans müssen sich erst nach zweifacher Verlängerung mit 98:108 dem BC Zwickau geschlagen geben. +++

Die Basketballer der Dresden Titans verlieren das sachseninterne Duell mit dem BC Zwickau erst nach zwei Spielverlängerungen mit 98:108 (38:45, 74:74, 88:88). In der über weite Strecken äußerst unspektakulären Partie am Samstagnachmittag versäumten beide Teams eine Entscheidung in der regulären Spielzeit herbeizuführen. Erst in der Schlussphase entwickelte sich ein an Spannung kaum zu überbietender Schlagabtausch. Georg Dölle rettete die Dresdner zwei Mal mit seinem Buzzer-Beater in allerletzter Sekunde vor einer vorzeitigen Niederlage. In der zweiten Verlängerung mussten sich die Titans dann aber doch geschlagen geben.

Ohne ihren gesperrten Top-Scorer Andreas Endig legten die Dresdner einen guten Start in die Partie hin. Mit einem 8:0-Lauf zum Ende des ersten Viertels zeigten die „Titanen“, dass sie sich keineswegs mit der Außenseiterrolle arrangieren wollten. Die 20:14-Führung der Gäste drehten die Hausherren allerdings im zweiten Spielabschnitt bereits nach wenigen Minuten. Das Duell wurde nachfolgend von einer Vielzahl von Foulunterbrechungen bestimmt. Im Gegensatz zu den Titans störte das den Spielfluss der Zwickauer kaum, so dass sie sich auf 45:38 absetzten.

Nach der Pause kämpfte sich die Truppe von Chef-Coach Thomas Krzywinski wieder heran. In dieser Phase entwickelte sich das Spiel zu einem zähen Ringen um jeden Korb. Im vierten Viertel musste die kleine Zuschauerschar in der Sporthalle Mosel lange warten, ehe einem der beiden Teams überhaupt ein Treffer gelang. Erst ein erfolgreicher Freiwurf der Zwickauer brach den Bann. Wie aus dem Dornrösschenschlaf erwacht, lieferten sich die beiden sächsischen Regionalligavertreter anschließend ein packendes Duell. Nach einem letzten Time-Out durch Titans-Trainer Thomas Krzywinski blieben dessen Schützlingen lediglich 1,3 Sekunden, um einen Zwei-Punkte-Rückstand noch aufzuholen. Der von seinen Mannschaftskameraden frei gespielte Dresdner Top-Scorer Georg Dölle (22 Punkte) versenkte schließlich den entscheidenden Wurf zur Verlängerung.

Auch in den zusätzlichen fünf Minuten wechselte die Führung ständig hin und her. Erneut war es Georg Dölle (Foto: Ben Gierig), der mit einem Wurf zeitgleich mit dem Ertönen der Schlusssirene eine zweite Over-Time erzwang. In dieser scheiterten die „Titanen“ schließlich an der Treffsicherheit der Zwickauer Distanzschützen, die sich keineswegs vom bändigen Willen der Ebestädter beeindrucken ließen. Stattdessen trafen die Rollenspieler der Zwickauer zu Beginn der finaelen Verlängerung drei Dreier in Folge, wodurch sie schnell auf neun Zähler davonzogen und so das Spiel doch mit 108:98 für sich entschieden.

„So ein Spielausgang ist natürlich unheimlich bitter. Vor allem, wenn Du dreißig Sekunden vor Ende eine Vier-Punkte-Führung noch hergibst. Aber andererseits war es erstaunlich, wie cool die Jungs auch ohne ihren Anführer geblieben sind und zwei Mal noch zurückgekommen sind. Dass es am Ende dann trotzdem nicht zum Sieg gereicht hat, lag am psychologischen Vorteil, den die Zwickauer mit ihren drei schnellen Dreiern zu Beginn der zweiten Verlängerung für sich inne hatten. Wenn Du gerade zwei Mal mit einem Buzzer-Beater zurückgekommen bist, und dann schmeißt dir der Gegner trotzdem einen Dreier nach dem anderen um die Ohren, dann ist das ein Schlag ins Gesicht, von dem Du Dich nur schwer erholst“, meinte ein stolzer Thomas Krzywinski nach dem Spiel.

Bereits am kommenden Sonntag haben die Basketballer der Dresden Titans erneut die Chance, ihren zweiten Saisonsieg einzufahren. Um 16.00 Uhr empfangen sie dann die Korbjäger der Cocoon Baskets Weiden in der Margon Arena auf der Bodenbacher Straße.

Quelle: Titans Dresden
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