Basketball: Titans zwingen Spitzenreiter Herzogenaurach in die Verlängerung

Nerven entscheiden Auftaktkrimi. Die Basketballer der Dresden Titans verpassen nach einem harten aber fairen Spiel nur knapp einen Überraschungssieg zum Saisonauftakt.

Sie unterlagen nach einem Nervenkrimi dennoch mit 76:84 (20:21, 14:22, 12:14, 24:13, 6:14).

Beim Aufstiegsaspiranten in Herzogenaurach unterlagen die Elbestädter am Samstagabend vor gut 250 Zuschauer in ihrem ersten Auftritt in der 2. Regionalliga nur denkbar unglücklich mit 76:84 (34:43, 70:70) nach Verlängerung. Das Duell Titelfavorit gegen Absteiger versprach zumindest nominell von vornherein ein brisantes Spiel. Dass beide Teams bis über die reguläre Spielzeit hinaus derart verbissen kämpfen würden, war vorher aber nicht erkennbar. So verlangten beide Mannschaften dem Gegner schon im ersten Viertel alles ab. Durch ihr geschlossenes Auftreten konnte die Mannschaft von Titans-Coach Thomas Krzywinski zu Beginn gut mithalten und trotz eines 20:21-Defizits zufrieden in die erste Viertelpause gehen. Im zweiten Spielabschnitt gelang es den Mittelfranken jedoch, sich durch die herausragende Einzelleistung ihres Kapitäns Peter Simon (14 Punkte – davon 11 allein im zweiten Viertel) etwas abzusetzen. Das brachte die Riesen von der Elbe zeitweise aus dem Rhythmus. Immer wieder wurde zu verfrüht der Abschluss gesucht. Die nachlassende Konzentration zeigte sich auch an der Freiwurflinie.

Ein Manko, dass sich über die gesamte Spielzeit nicht mehr abgestellt und letztlich mit einer Quote von nur 52 Prozent (21/40 Versuche) zum entscheidenden Faktor wurde. Nach der Halbzeit veranstalteten beide Mannschaften eine Verteidigungsschlacht. Sowohl die Longhorns als auch die „Titanen“ hatten Taktik und Spielweise des Gegners jetzt umfassend verinnerlicht. In einem nervenaufreibenden Schlussakkord schaffte Damir Bagaric zwölf Sekunden vor Abpfiff den Ausgleich zum 70:70. Dabei wäre die folgende Verlängerung gar nicht nötig gewesen: Georg Dölle (27 Punkte) hatte mehrfach die Möglichkeit eine Führung für sein Team herauszuwerfen, scheiterte in den Schlussminuten aber mit 5 von 10 Versuchen an der Freiwurflinie. Gleichwohl, mit dem späten Ausgleich schien nunmehr das Momentum auf Dresdner Seite. Umso überraschend erschien es, dass in der Verlängerung die Hausherren wieder das Zepter übernahmen. Während die Lönghorns ihre Würfe traumhaft sicher verwandelten, kämpften die Titans nach wie vor mit ihrer Freiwurfschwäche. Durch das foulbedingte Ausscheiden von Dölle fehlte zudem fortan eine wichtige Option unterm Korb, so dass die Partie letztendlich unglücklich mit 76:84 verloren ging. Unterm Strich ist den Titans dennoch jedoch ein Achtungserfolg gelungen. Es wurde deutlich, dass sie mit einem Topteam der Liga mithalten können. Mit etwas mehr Abgeklärtheit kann die Krzywinski-Truppe in einer Woche bei der Heimspielpremiere am nächsten Sonntag um 16 Uhr gegen Gotha II auch als Sieger vom Platz gehen.

Quelle: Dresden Titans

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