Basketball: Wichtiger Sieg für Niners

„Das war insgesamt eine eher durchwachsene Leistung, doch am Ende zählen nur die Punkte“, fasste Felix Schreier, Cheftrainer der BV Chemnitz 99, den knappen 69:64-Heimsieg seines Teams gegen die BG Karlsruhe zusammen.

Vor 1.632 Zuschauern hatten die NINERS am Freitagabend in der Richard-Hartmann-Halle mit dem Tabellenvorletzten mehr Mühe als ihnen lieb war und konnten sich erst in der Schlussphase entscheidend absetzen. Weil gleichzeitig die direkten Playoff-Konkurrenten aus Nürnberg, Kirchheim, Heidelberg und Gießen ihre Partien des 18. ProA-Spieltages verloren, kletterte die BVC in der Tabelle sogar auf den vierten Platz und darf sich weiter berechtigte Hoffnungen auf eine Teilnahme an der Meisterschaftsrunde machen.

Nach zuletzt zwei Niederlagen gegen Paderborn und Göttingen, bei denen die NINERS vor allem offensiv strauchelten, wollte man es gegen Karlsruhe unbedingt besser machen. Gerade zu Beginn der Partie schien dies auch zu gelingen, als die BV-Korbjäger angeführt von Eric Palm eine schnelle 11:4-Führung herauswarfen. Doch urplötzlich ging dieser Rhythmus verloren und so kamen die Gäste bis zur ersten Viertelpause wieder auf 12:13 heran. Das Chemnitzer Team wirkte in dieser Phase eher lethargisch und im Angriffsspiel zu unentschlossen. „Wir haben in der ersten Hälfte den Korb nur halbherzig attackiert, hatten keinen einzigen Freiwurf und keinerlei Fastbreakpunkte“, erklärte Schreier, warum man sogar mit einem 24:25-Rückstand in die Kabine gehen musste.

Dort wurde es nach Aussage des 24-jährigen Coaches dann etwas lauter, was durchaus seine Wirkung hatte, kamen die NINERS doch deutlich wacher und aggressiver zurück aufs Feld. So zog man zu Beginn des dritten Viertels schnell auf 37:29 davon und wenig später stellte Donald Lawson nach Offensivrebound inklusive erfolgreichem Treffer zum 41:32 die höchste Chemnitzer Führung des Abends her. Dieser hart erkämpfte Abpraller war übrigens einer von insgesamt 20 Rebounds des BV-Kapitäns, wodurch der US-Center einen neuen Saisonrekord in der 2. Basketballbundesliga aufstellte. Als manch Zuschauer in der Halle jetzt schon dachte, dass man Karlsruhe nun endlich den Schneid abkaufen könnte, schlichen sich bei den NINERS wieder unnötige Fehler ein. Jene Ballverluste und nachlässige Abschlüsse wurden umgehend von den besten Gästeakteuren Andre Calvin, BJ Pane und Rouven Roessler bestraft, wobei letzterer sogar einen „Buzzerbeater“ vom Perimeter zum 45:45-Pausenstand verwandelte.

Als Karlsruhes Rob Ferguson dann den Schlussabschnitt mit einem weiteren Dreier eröffnete und Chemnitz ganze drei Minuten ohne Punkte blieb, drohte die Partie plötzlich zu kippen. Doch genau im richtigen Moment übernahmen Brandon Robinson und Eric Palm wieder das Kommando. Flankiert von weiteren Nadelstichen durch Guy Aud, Steven Monse, Dominic Bassl sowie Captain Lawson legte man jetzt einen 16:4-Lauf aufs Parkett, der schließlich auch die Entscheidung bringen sollte. Denn obwohl die Gäste in den letzten 80 Sekunden noch mehrere Dreier verwandelten, geriet der erste BV-Sieg des neuen Jahres nicht mehr in Gefahr, weil Eric Palm und Guy Aud beim typischen „Stop-the-Clock-Spiel“ nahezu all ihre Freiwürfe souverän verwandelten.

„Defensiv haben wir durchaus eine gute Leistung gezeigt und Karlsruhe weitestgehend kontrolliert. Aber offensiv lief es erneut nicht so wie gewünscht. Hier müssen wir jetzt endlich die Trendwende schaffen, weil es sonst gegen unsere kommenden Gegner sehr schwer wird“, blickte Schreier schon auf das nächste Match beim punktgleichen Tabellennachbarn aus Gießen. Dort wollen die NINERS ebenso um den Sieg kämpfen wie eine Woche später im Heimspiel gegen Cuxhaven. Jene Partie findet ausnahmsweise am Sonntag, den 2. Februar, um 18 Uhr statt. Eintrittskarten sind bereits jetzt in der BV-Geschäftsstelle oder natürlich über den Onlineticketshop erhältlich.

Pressemitteilung NINERS

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