Bau der A 72

Es ist eine Tortur! Jeden Tag quälen sich tausende Autofahrer auf der B95 von Chemnitz nach Leipzig oder umgekehrt.

Baustellen, Umleitungen, Ortsdurchfahrungen – schon seit Jahren soll eigentlich eine direkte Autobahnverbindung Abhilfe schaffen.

Doch der Bau der A72 kommt nur sehr schleppend voran. Darum ist jeder Fortschritt bei dem Großvorhaben gern gesehen. Zum Beispiel, wenn eine neue Autobahnbrücke in die entscheidende Bauphase geht.

Eine neue Autobahnbrücke entsteht. Im Zedtlitzer Grund nahe Borna stehen bereits die Pfeiler für die künftige Talbrücke der A72 zwischen Chemnitz und Leipzig. Nun ist ein weiterer wichtiger Meilenstein gesetzt worden. Der Staatssekretär des Sächsischen Verkehrsministerium Roland Werner gab den Startschuss zum Vorschub des ersten Hauptträgerabschnittes.

Interview: Roland Werner – Staatssekretär Sächsisches Verkehrsministerium

Das Brückenbauwerk wird sich einmal mit einer Länge von 315 Metern über den Zedtlitzer Grund erstrecken. Jetzt schiebt sich eine 2.500 Tonnen schwere Stahlkonstruktion über die Betonpfeiler.

Interview: Ronny Nierbauer – Projektleiter Zwickauer Sonderstahl GmbH

Langsam schiebt sich die Konstruktion vorwärts – 40 Zentimeter pro Minute. Die Planer hoffen, dass so bis Weihnachten in drei Vorschubphasen die gesamte Brücke überspannt ist.

Dann kann die Fertigstellung der Brücke und weitere Arbeiten wie die Errichtung von Lärmschutzwänden erfolgen. Wann die Autofahrer endlich eine vollständige Autobahn Chemnitz-Leipzig nutzen können, ist allerdings noch unklar. Immer wieder tauchen neue Probleme auf, wie Schwierigkeiten mit dem Kauf von Grundstücken für den Bau der Strecke.

Interview: Roland Werner – Staatssekretär Sächsisches Verkehrsministerium

Zumindest der Streckenbau am Abschnitt Frohburg-Borna soll im Frühjahr des kommenden Jahres beginnen. Allein dieser Bauabschnitt wird rund 66 Millionen Euro kosten.

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