Bauarbeiten in Löbtau wirken sich aufs ganze Stadtgebiet aus

Dresden - Im Umfeld der Kesselsdorfer Straße stehen Händlern, Anwohnern und Verkehrsteilnehmern wohl anstrengende Zeiten bevor. Mit dem Umbau der Haltestelle Tharandter Straße zur Zentralhaltestelle arbeiten Versorgungsunternehmen, DVB und Stadt an einem der meistfrequentierten Knotenpunkte der Landeshauptstadt. Bevor die Verkehrsführung im Dresdner Westen komplett auf den Kopf gestellt wird, sollten beim Bürgerdialog am Dienstagabend die Betroffenen ihre Sorgen diskutieren können. 

Im Frühjahr 2018 soll der eigentliche Ausbau beginnen. Derzeit laufen im Dresdner Westen verschiedene vorbereitende Arbeiten. So werden beispielsweise Ampeln installiert oder Fahrbahnmarkierungen verändert. Bis zum Wintersemester im Oktober 2019 soll die neue Haltestelle stehen und der Verkehr entlang der neuen Planung rollen. Der Verkehrsknoten muss zwischenzeitlich ausschließlich über Busse bedient werden. Für die Linien 6, 7 und 12 bedeutet das im Umkreis der Haltestelle Ersatzverkehr.

Es ist nicht nur die künftige Zentralhaltestelle, die die gesamte Verkehrsführung in Löbtau auf lange Sicht verändert. Denn die neue Kesselsdorfer Straße wird Ausgangspunkt einer neuen Straßenbahnlinie durch Dresden: Die Stadtbahn 2020, mit der Löbtau über die Weißeritz direkt an Plauen und den Universitätscampus der TU Dresden angeschlossen wird. In Zukunft soll es noch weiter gehen und über Strehlen und Striesen der Schillerplatz am Blauen Wunder direkt angesteuert werden. Nicht nur für Studenten und Wissenschaftler rückt Löbtau somit dichter an den Campus heran. Auch Pendler in den Dresdner Osten werden in Zukunft schneller und ohne Umsteigen zu ihrem Ziel kommen. Zu einem Bürgerdialog hatte Eva-Maria Stange in die Hoffnungskirche Löbtau eingeladen, angesichts der großen Veränderungen, die dem Stadtteil bevorstehen. Zum Gespräch "Zukunft der Mobilität in Löbtau - Stadtbahn 2020 und Zentralhaltestelle" hat die Landtagsabgeordnete, deren Bürgerbüro in dem Stadtteil liegt, eingeladen. Auf dem Podium waren Reinhard Koettnitz, Amtsleiter des Dresdner Straßen- und Tiefbauamtes, und Andreas Hoppe, Leiter Verkehrsplanung der DVB AG, vertreten.

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