Baubeginn der Hochwasserschutzlinie Stetzsch-Gohlis-Cossebaude in Dresden

Sachsen hat mit dem Bau eines neuen Hochwasserschutzdeiches in Dresden-Kemnitz begonnen. Damit sollen künftig die Ortsteile Stetzsch, Gohlis und Cossebaude vor Hochwasser geschützt werden. +++

Die Landestalsperrenverwaltung des Freistaates Sachsen hat in den vergangenen Tagen mit den Vorbereitungen für den Bau eines neuen Hochwasserschutzdeiches in Dresden-Kemnitz begonnen. Das ist der Auftakt für die bauliche Realisierung der mehr als fünf Kilometer langen Hochwasserschutzlinie von der Autobahnbrücke in Kemnitz (Flensburger Straße) bis zum Ringdamm des unteren Speicherbeckens in Niederwartha. Damit werden künftig die Dresdner Ortsteile Kemnitz, Stetzsch, Gohlis und Cossebaude vor einem Hochwasser geschützt sein, wie es statistisch alle 100 Jahre auftreten kann (HQ100). Das entspricht einem Wasserstand von 9,24 Metern am Pegel Dresden. Der erste Abschnitt der neuen Hochwasserschutzlinie kostet insgesamt etwa 3,3 Millionen Euro.

Der neue Deich in Kemnitz soll 450 Meter lang werden und entsteht zwischen der Autobahnbrücke und dem bestehenden Elbdeich in Stetzsch. Der Stetzscher Elbdeich wird auf einer Länge von 950 Metern erhöht und verbreitert. Dafür müssen zuerst etwa 1.000 Meter eines Mischwasserkanals verlegt werden. Die Arbeiten in diesem Abschnitt werden voraussichtlich im Herbst 2011 beendet sein.

Im Laufe des Jahres wird parallel dazu mit den Bauarbeiten in Gohlis begonnen. Die vorhandenen Deiche werden erhöht und verbreitert. Auf dem Abschnitt, der bereits 2006 mit Spundwänden gesichert wurde, wird eine Hochwasserschutzmauer errichtet. In Cossebaude soll dann ab 2013 ein neuer Deich gebaut und an den Ringdamm es unteren Speicherbeckens Niederwartha angeschlossen werden. 

Die bestehenden Deiche in Stetzsch und Gohlis sind nur für ein HQ10 ausgelegt. Das entspricht einem Wasserstand von 7,54 Metern am Pegel Dresden. Bei größeren Ereignissen werden die Deiche überströmt und das Hinterland überschwemmt.

Quelle: LANDESTALSPERRENVERWALTUNG DES FREISTAATES SACHSEN

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