Baubeobachter der Woche – der Kanuverein der SG LVB baut ein neues Vereinsgebäude

Leipzig – Der Kanuverein der SG LVB bekommt ein neues Vereinsgebäude. LEIPZIG FERNSEHEN hat sich den Neubau des Bootshauses einmal angesehen und über die Herausforderungen, Besonderheiten und die Eröffnung des Neubaus gesprochen.

Das Bootshaus platzte aus allen Nähten

Das alte Bootshaus am Schleußiger Weg in Leipzig wurde bereits in den 50er Jahren erbaut und bot in der Vergangenheit nicht mehr ausreichend Platz für den immensen Zulauf an Vereinsmitgliedern. Neben Kindern und Jugendlichen kamen zuletzt u.a. auch immer mehr Kanutouristen und Drachenbootfahrer, um die Vereinsräume der SG LVB zu nutzen. „Das Bootshaus platzte aus allen Nähten“, so André Stimmel, Abteilungsleiter Kanu der SG LVB.

Um neue Kapazitäten zu schaffen und um die Infrastruktur des Vereins aufrecht erhalten zu können, wurde bei Stadt und Land ein Antrag auf den Neubau gestellt, der zur Freude der SG LVB genehmigt wurde.

 

Neubau enthält viele Erweiterungen

Bisher besaß das Bootshaus nur eine Etage, in der die Bootshallen und alle anderen Bereiche enthalten waren. Das damalige Gebäude wurde im Zuge des Neubaus abgerissen und an der selben Stelle entsteht nun das neue Vereinshaus. Dieses besitzt nun zwei Etagen, wobei der untere Bereich den Booten zur Verfügung gestellt wird. Im oberen Bereich werden Kraft-und Gymnastikräume entstehen sowie ein Ergometerraum, den es so vorher nicht gegeben hat, berichtet André Stimmel. Die Vereinsmitglieder können in Zukunft Trainingsgeräte nutzen und auch einen geräumigen Clubraum wird es geben, damit eingeholte Siege angemessen gefeiert werden können und das Miteinander im Verein gestärkt wird.

 

Neubau befindet sich auf der Zielgeraden

Bereits vor 1,5 Jahren wurde mit dem Neubau des Bootshauses begonnen. Im Juni soll das Projekt abgeschlossen werden. Kurz vor Ende der Baumaßnahmen wird es auf der Baustelle aber noch einmal wuselig, denn dort arbeiten nun die verschiedensten Gewerke nebeneinander am neuen Bootshaus. Das Gebäude befindet sich derzeit im Ausbau, das heißt Fließenleger, Malermeister, Elektriker, Fußbodenleger, Fensterbauer, Dachdecker – sie alle arbeiten mit Hochdruck an der Fertigstellung des Gebäudes. Für den Projektleiter Wolfgang Scharf besteht die Herausforderung vor allem in der Koordination der einzelnen Gewerke.

 

Natur und Umwelt bei Architektur berücksichtigt

Bei der Konstruktion des neuen Bootshauses wurde auch besonders auf die Lage des Vereinsheims geachtet, denn das befindet sich genau da, wo das Elsterflutbett und die Pleiße aufeinander treffen. Deshalb wurde ein massives Bauwerk mit viel Beton im Erdgeschoss errichtet, wobei die oberen Etagen aus Mauerwerk bestehen. Wenn es dann doch einmal zu Hochwasser kommen sollte, seien die Funktionsräume das Bootshauses vor dem Wasser geschützt, erklärt Scharf.

Da das neue Bootshaus im FFH-Gebiet liegt gibt es noch eine Besonderheit, die sich auf dem Dach des Vereinsgebäudes befindet. Dort wurde eine Grünfläche angelegt, damit das Gebäude sich auch optisch in seine Umgebung einfügen kann.

Am 17. Juni 2017 soll das neue Bootshaus fertiggestellt und offiziell eröffnet werden.