Bauen in Sachsen verteuert sich weiter

Im Jahr 2010 stiegen die Preise für den Neubau eines Wohngebäudes im Schnitt um 1,1 Prozent. Dies beruhte auf Teuerungen sowohl im Bereich der “Roh-“ (0,7 Prozent) als auch “Ausbauarbeiten“ (1,6 Prozent). +++

Im Jahr 2010 stiegen die Preise für den Neubau eines Wohngebäudes im Schnitt um 1,1 Prozent. Dies beruhte auf Teuerungen sowohl im Bereich der „Roh-“ (0,7 Prozent) als auch „Ausbauarbeiten“ (1,6 Prozent). Speziell Bauleistungen, die auf Stahl und Kupfer angewiesen sind, fielen ins Augenmerk. Zu nennen wären beispielsweise „Klempner-“ (3,2 Prozent) sowie „Dachdeckungs- und -abdichtungsarbeiten“ (3,0 Prozent). Keine Entspannung gegenüber 2009 gab es beim Bau von „gewerblichen Betriebsgebäuden“ (1,2 Prozent), „Bürogebäuden“ (1,6 Prozent) sowie von „Ortskanälen“ (1,5 Prozent). Lediglich im „Straßenbau“ (-0,3 Prozent) ließen sich im Jahresschnitt gesunkene Preise in Folge günstiger Entwicklungen bei „Erd-“ (-2,5 Prozent) und „Metallbauarbeiten“ (‑2,0 Prozent) feststellen.

Im letzten Viertel des Jahres 2010 erhöhten sich die Preise für die Errichtung eines neuen Wohngebäudes noch einmal um 0,5 Prozent. Aktuell lag der Indexstand damit bei 115,0 (Basis 2005 = 100). Im Vergleich von August auf November zahlte man zum Beispiel für den Einbau von „Blitzschutzanlagen“ (1,9 Prozent), „Nieder- und Mittelspannungsanlagen“ (1,1 Prozent) sowie „Gas-, Wasser- und Entwässerungsanlagen“ (1,0 Prozent) mehr. Geringere Entlastung brachten die Preisfestsetzungen für „Maler- und Lackier-“ (-0,9 Prozent) sowie für „Tapezierarbeiten“ (‑0,4 Prozent). Ferner kamen diese beiden Bauleistungen positiv bei der Durchführung von „Schönheitsreparaturen in der Wohnung“ (-1,4 Prozent) zum Tragen. „Instandhaltungsmaßnahmen an Mehrfamiliengebäuden“ (0,2 Prozent) verteuerten sich jedoch leicht gegenüber August. Dies basierte u. a. auf geänderten Preisen bei „Zimmer- und Holzbau-“ (3,4 Prozent) oder „Klempnerarbeiten“ (1,6 Prozent).

Quelle: Statistische Landesamt Sachsen

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