Bauern demonstrieren für bessere Bezahlung

Mit einem Traktor-Korso durch die Dresdner Innenstadt haben Bauern aus der Umgebung am Mittwoch ihrem Ärger Luft gemacht. Die Landwirte fordern daher, dass ein höherer Anteil vom Verkaufspreis der Lebensmittel bei ihnen landen muss.

Mit einem Traktor-Korso durch die Dresdner Innenstadt haben Bauern aus der Umgebung am Mittwoch ihrem Ärger Luft gemacht. Gerade bei tierischen Produkten decken die Erlöse nicht mehr die Einnahmen aus dem Verkauf. So wird die Landwirtschaft zum Zuschussgeschäft. Die Landwirte fordern daher, dass ein höherer Anteil vom Verkaufspreis der Lebensmittel bei ihnen landen muss. Mit dem Aktionstag, der gleichzeitig unter anderem auch in Chemnitz und Leipzig stattfand, wollten sie die Verbraucher auf ihre Situation aufmerksam machen.

Beispiel Milchpreis: Laut Sächsischem Bauernverband wird er vom Handel extrem gedrückt. Fast 50 Betriebe haben deshalb im vergangenen Jahr in Sachsen aufgegeben. Kein Wunder. Für den Liter Milch erhalten Bauern 25 Cent. Um wirtschaftlich zu arbeiten bräuchten sie aber 35 Cent. Laut Verband haben sich die Einkommen der Bauern in den vergangenen zwei Jahren mehr als halbiert.

Der Freistaat will sich auf Bundesebene für die Einführung zinsgünstiger oder zinsfreier Kredite mit mittlerer bis langer Laufzeit einsetzen.

Die Grünen im Landtag halten dagegen. Neue Kredite würden die die Bauern immer tiefer in die Krise treiben, sagte der agrarpolitische Sprecher Wolfram Günther.Statt auf Qualität werde auf Quantität gesetzt und Fördermillionen dazu ausgegeben, die Produktionsmengen immer weiter zu steigern. Den internationalen Konkurrenzkampf um das billigste Schnitzel könne man aber nicht gewinnen.